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Bilderklau

Liebe Blogleser,
heute schreibe ich etwas zum Thema Bilderklau. Warum? Ganz einfach: heute habe ich mir die Zeit genommen, über die Google-Bildersuche nach meinen Fotos zu forschen. Wirklich interessant, wo sich diese so tummeln – also nicht nur da, wo ich sie veröffentlicht habe, sondern an ganz unterschiedlichen Orten dieser Welt. Wie kann das sein? Offensichtlich gibt es genug Leute im Netz, die sich gerne mit fremden Federn schmücken. Dazu kann ich nur sagen: seid ihr so blöd oder seid ihr so blöd? Vermutlich seid ihr so blöd, denn ein Bild zu kopieren, ohne zu fragen oder zu bezahlen, ohne meinen Namen zu nennen und in völlig anderem Zusammenhang zu verwenden, stellt eine Urheberrechtsverletzung dar – nichts weniger! Beispiele dafür möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, denn das ist ja schließlich das Salz in der Suppe jedes Blogartikels:

Das obige Foto habe ich auf einer Website aus dem Iran entdeckt. Keine Ahnung, ob damit das Atomwaffenprogramm des Herrn Ahmadinedschad unterstützt wird, denn leider bin ich des Persischen nicht mächtig.
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Diesen Diebstahl finde ich ja fast schon bedauernswert. Nicht nur, dass der Dieb einfach mein Bild geklaut hat und einen Politiker- oder Bankerkopf reinmontiert hat – nein! Er ist auch noch Grieche! Was wiederum auch nicht verwundert: ist es doch sicher nicht mehr so leicht, in Zeiten des hellenischen Staatsbankrotts eigene Bilder zu produzieren oder gar käuflich zu erwerben. Sei es ihm also verziehen. Euros und Fotos nach Griechenland – sei´s drum.
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Dieses Foto erscheint auf einer mutmaßlich koreanischen Seite – ich wette, es handelt sich hier um Nordkorea! Wie ihr seht, reiht sich hier ein Schurkenstaat an den anderen – sozusagen die Achse des Blöden…
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Der nächste werte Herr hat sich offensichtlich auf meinem Facebook-Account bedient und ein Parkour-Bild mirnixdirnix zu seinem Profilfoto erkoren. Das geht ja mal gar nicht, lieber Neno Rache, denn letzteres ist bekanntlich Blutwurst, du Bratwurst!
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Last but leider not least hat sich hier ein Franzose bei mir schamlos bedient. Olálá – ce n’est pas gentil! Je vais arraché votre tête! Vraiment!

So, nun aber genug der Beispiele. Wie findet man eigentlich seine Bilder im Netz? Es geht ganz einfach. Folgt zunächst diesem Link: http://www.google.de/imghp?hl=de&tab=wi
Dort seht ihr rechts in der Suchmaske ein Kamera-Symbol, welches ihr einfach anklickt. Danach kommt ihr auf folgende neue Suchmaske:

Ihr könnt nun eigene Dateien von der Festplatte hochladen oder direkt von einer Website hineinziehen. Google startet zügig seine Suche und präsentiert seine Funde in einer bestimmten Relevanz-Reihenfolge.

Wie ich mit dem Bilderklau weiter verfahre muss ich mir noch überlegen. Ich schätze, dass es sich nicht lohnt, den Diebstahl in außereuropäischen Ländern zu verfolgen. Vielleicht sollte ich mir aber ernsthaft überlegen, mich nach einem halsabschneiderischen Abmahn-Anwalt umzuschauen, der durch das Eintreiben von Schadenersatz für mein künftiges Zweiteinkommen sorgt.

Hier gibt es interessante Seiten bzw. Artikel mit Infos zum Thema:
http://www.it-recht-kanzlei.de/bilderklau-im-internet.html
http://www.fotografr.de/7382/bilderklau-unberechtigte-bildnutzung-auf-auslandischer-website-was-tun/
http://www.akademie.de/fuehrung-organisation/management/tipps/abmahnung-haftung/fotos-kopiert-achtung-teuer.html

Das war´s für heute – bleibt sauber, Leute! In diesem Sinne – bis bald…

 

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