How to be an Airbnb-Photographer

Liebe Leute,
der heutige Blogartikel richtet sich hauptsächlich an Fotografen, die sich überlegen, für Airbnb tätig zu werden. Bereits im Januar hatte ich in meinem Artikel Blendwerk@Airbnb: Interieurfotografie über meine ersten Erfahrungen berichtet. Seither erreichen mich per E-Mail immer wieder Anfragen von Interessenten, die näheres darüber wissen möchten. Seit meinem Einstieg habe ich mittlerweile ca. 10 Wohnungen fotografiert. Deshalb möchte ich heute ein paar Empfehlungen und Tipps loswerden.

1. Falls ihr als Fotograf für Airbnb reich werden möchtet, fotografiert lieber was anderes
2. Ausrüstung: Weitwinkelobjektiv ab 10mm Crop oder 16mm Vollformat + Stativ
3. Fotografiert mit Available Light im manuellen Modus: einfach zu bewerkstelligen – natürlicher Bildlook
4. Liefert mindestens 10 Bilder ab
5. Anforderung für Bildmaße: mindestens 2700 X 4200 Pixel (grundsätzlich im Querformat)
6. 30 bis 45 Minuten für ein Shooting sind ausreichend
7. Verbringt nicht zu viel Zeit mit Bildbearbeitung (siehe “reich werden”), sondern fotografiert möglichst optimal
8. Legt euch einen Workflow in Photoshop zu, der Zeit spart und maximalen Effekt bringt (höchstens 5 bis 10 Minuten pro Bild)
9. Ihr müsst nicht jeden Job annehmen. Wenn die Location zu weit weg ist, benötigt ihr zuviel Zeit und zuviel Sprit und verdient so gut wie nichts mehr
10. Habt Spaß dran – dann passt es schon…

Ich kann die Arbeit für Airbnb guten Gewissens empfehlen. Die Portalseite ist sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Die Bezahlung nach Abschluss eines Jobs ist absolut zuverlässig und kommt in der Regel 3-4 Tage danach auf euer Konto.

Hier noch ein paar Beispielbilder. Alles keine HighEnd-Interieur-Fotografie, aber mit den wenigen Mitteln und der begrenzten Zeit ist mehr kaum möglich. Für eine attraktive Präsentation von Ferienwohnungen reicht es aber allemal aus.

Tags:
 

Portfolio-Tipp: Mikhail Malyugin

Hi Leute,
heute habe ich mal wieder einen brandheißen Portfolio-Tipp für euch:
Mikhail Malyugin aus Novosibirsk/Russland.

Mikhail Malyugin by Mikhail Malyugin (Malyugin) on 500px.com

Er ist nicht nur ein sehr guter Fotograf, sondern für meinen Geschmack ein noch besserer Bildbearbeiter. Vor allem seine Hautretusche ist im absoluten HighEnd-Bereich anzusiedeln. Mir fällt eigentlich niemand ein, der genau das noch besser könnte. Dagegen sehen viele andere People-Bilder alt und grau aus. Schaut euch mal sein Portfolio auf 500px an: http://500px.com/Malyugin

Untitled by Mikhail Malyugin (Malyugin) on 500px.com

Anna  by Mikhail Malyugin (Malyugin) on 500px.com
Blue by Mikhail Malyugin (Malyugin) on 500px.com
Tags:
 

Neue Fotos: Still Life // Coffee Cup

Liebe Blogleser,
gestern war ich mal wieder fleißig! Da ich ja neuerdings beigeisterter Objektfotograf bin, war ich im Studio, um eine Kaffeetasse in Szene zu setzen. Den Plan, wie die Bilder aussehen sollten, hatte ich ungefähr im Kopf. Dass es allerdings so aufwendig werden würde, eine simple Tasse zu fotografieren, hatte ich mir so nicht vorgestellt. Dennoch war ich für alle Eventualitäten gerüstet. Da ich das Rad nicht neu erfinden kann und ich einfach ein wenig üben wollte, habe ich mich von einem Bild von Eberhard Schuy inspirieren lassen.

So sah mein erster Aufbau aus:

Die Tasse sollte “leicht” und dynamisch wirken und der Kaffee gerade so an den Rand schwappen, bevor er überläuft. Die ersten Ergebnisse waren leider großer Mist! Es dauerte also ziemlich lange bis ich einigermaßen zufrieden war. Perfekt wurde es nicht, aber nachdem ich den Kaffee zweimal vom Boden wischen musste, weil die volle Tasse vom Unterteller kippte, verlor ich etwas die Geduld. Der Farblook des Originals sagte mir noch nicht ganz zu, so dass ich in Photoshop mit Nik-Filtern ein wenig gecrosst habe. Ich gebe zu, dass ich den Dampf aus einer anderen Aufnahme kopiert habe.

Bei der zweiten Aufnahme wollte ich einen leckeren Cappuccino verführerisch präsentieren. Der Kenner wird zurecht bemängeln, dass dieses Kaffeeheißgetränk aufgrund der kühleren Milchschaumschicht eigentlich nie derartig dampft. Aber mir war das ehrlich gesagt völlig pups… Diese Aufnahme ist übrigens inklusive Hintergrund ziemlich genau so fotografiert wie abgebildet. Die Entwicklung in Photoshop dauerte ca. 10 Minuten.

Mit welchen Hilfsmitteln solche Aufnahmen gelingen verrate ich natürlich auch noch:
1. Geduld – viel Geduld!
2. Hama Haftpast um Objekte zu fixieren. Die Knete ist wiederverwendbar und leicht ablösbar. Leider hält sie auch nicht jedes Gewicht – siehe “Kaffee auf Boden”…
3. Mattglanzspray um Reflexionen auf glänzenden Oberflächen zu verhindern.
4. Ammoniaklösung (10%) und Salzsäure (30%) um Dampf zu erzeugen. Achtung: nie mischen – Explosionsgefahr! Wenige Tropfen an zwei verschiedenen Stellen auftragen.

Alles in allem habe ich für die zwei Aufnahmen 5 Stunden gebraucht. Als es am Ende sowieso nicht mehr drauf ankam, habe ich einfach mal ein paar Kaffeebohnen in die Tasse geworfen und den Auslöser zum fast perfekten Zeitpunkt gedrückt. Die Abbrennzeit von Studioblitzen ist leider in der Regel zu langsam um solche Bewegungen einzufrieren, so dass man mit einem Wischeffekt leben muss.

Diese Art von Fotografie macht einfach riesig Spaß, auch wenn es immer wieder frickelig ist und manches einfach nicht recht klappen will – also nichts für hektische, grobmotorische und ungeduldige Zeitgenossen. Mal sehen, was als nächstes kommt…

Tags:
 

Liebe Blogleser,
auf mehrfachen Wunsch stelle ich heute die Frequenztrennungstechnik in der Beauty-Retusche etwas genauer vor. Allerdings habe ich mich dagegen entschieden, ein Tutortial zu verfassen, da es dazu massig Informationen im Netz gibt. Bei der Google-Suche “Photoshop Frequenztrennung” erhält man zahlreiche mehr oder weniger interessante Ergebnisse – unter anderem auch Video-Tutorials. Deshalb gehe ich nur bedingt auf die einzelnen Technik-Schritte ein.

Da ich allerdings recht unterschiedliche Workflows gefunden habe, hat es mich dann doch näher interessiert, worin die Unterschiede in den Bildresultaten liegen. Und siehe da: die Unterschiede sind gar nicht so gering. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit behaupte ich, dass es sich insgesamt um drei verschiedene Herangehensweisen handelt.

Interessant wurde es allerdings erst, nachdem ich alle drei Techniken an ein und dem selben Ausgangsfoto getestet hatte. Dazu hatte ich zunächst in meinen Archiven gekramt und mich für ein Foto aus einem Model-Sharing im Studio entschieden. Da die Gesichtshaut in der Regel am meisten Unreinheiten vorweist, habe ich den Ausschnitt des Originals entsprechend gewählt und beschnitten. Danach habe ich alle drei mir bekannten Bearbeitungsvarianten durchgeführt.

Das Ausgangsfoto:



Variante 1:

Quelle: Video-Tutorial von Vicco Gallo

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “weich” – Filter: Helligkeit interpolieren mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “Hochpass” – Modus “ineinanderkopieren” – Filter: Hochpass mit 3px
4. auf Hochpass-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
5. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
6. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
7. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
8. nach Bedarf: Dodge&Burn
9. Ebenen gruppieren und auf schwarzer Maske wieder einpinseln

Das Ergebnis:

Sieht schon recht gut aus, aber das Ergebnis ist für meinen Geschmack zu weich und zu puppenhaft. Etwas Besserung lässt sich erzielen, indem man den Filter “Helligkeit interpolieren” mit einem geringeren Wert anwendet.

Variante 2:

Quelle: Tutorial von Jonas Wendorf

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “LOW” – Filter: Helligkeit interpolieren mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “HIGH” – Modus “lineares Licht”
4. auf High-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
5. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
6. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
7. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
8. nach Bedarf: Dodge&Burn
9. Ebenen gruppieren

Das Ergebnis:

Dieses Resultat gefällt mir schon viel besser, da aus der Originalstruktur mehr erhalten ist. Stellenweise ist es mir aber fast schon zu grob, was aber auch daran liegen mag, dass ich hier nicht sauber genug retuschiert habe.

Variante 3:

Quelle: Calvin Hollywood

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “Tonwerte” – Filter: Gaußscher Weichzeichner mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “Strukturen” – Bild, Korrekturen, Helligkeit/Kontrast: Kontrast -50 (Häkchen bei “früheren Wert verwenden”)
4. Modus “lineares Licht” – Filter: Hochpass mit 10px
5. auf Strukturen-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
6. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
7. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
8. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
9. Ebenen gruppieren
10. Workflow “Haut abpudern” nach Calvin Hollywood – siehe DVD Calvinize III

Das Ergebnis:

Diese Variante sagt mir persönlich am meisten zu, da sich damit eine sehr ausgeglichene Mischung aus Hautglättung und Strukturerhaltung erzielen lässt.

Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen habe ich hier noch mal das Ausgangsfoto und alle drei Varianten zusammengefasst:

Entscheidet selbst, welche Technik euch am besten gefällt. Entschuldigt bitte meine relativ oberflächliche Bearbeitung. Mit etwas mehr Geduld und Genauigkeit lassen sich damit auf jeden Fall perfekte Beauty-Retuschen durchführen.

Ergänzungen, Korrekturen oder Fragen nehme ich gerne entgegen. In diesem Sinne – bis bald… :)

Beauty-Retusche mit Frequenztrennung

Liebe Blogleser,
die Frequenztrennung in der Beauty-Retusche respektive bei der Hautbearbeitung geistert ja nun schon seit längerer Zeit quer durch die Photoshopper-Szene. Ich gebe zu, dass diese Bearbeitungstechnik für mich bislang eher ein Mysterium war. Verschiedene Tutorials durchzuackern und entsprechende Aktionen in PS zu laden brachte mich leider nicht viel weiter. Letztlich war es wieder einmal Calvin Hollywood, bei dem ich die Anwendung dieser Technik gelernt und vor allem verstanden habe. Da es sich hierbei zum Glück um kein Geheimnis handelt, zeige ich einen Vorher-Nachher-Vergleich:

Vorher: “out of the cam” // Raw-Format // ohne Konvertierung
Nachher: Raw-Konvertierung // Frequenztrennung // Haut “abpudern” // Dodge&Burn // Tonwertkorrektur // NikFilter

Und so sieht das Endresultat aus:

Ich habe hier ausdrücklich keine HighEnd-Retusche vorgenommen, sondern mich auf das wesentliche beschränkt. Beim Betrachten des finalen Bildes fallen natürlichen noch einige Optimierungsmöglichkeiten auf.

Das Tolle bei der Frequenztrennung ist, dass man Hautunreinheiten, Pickelchen usw. retuschieren kann, ohne die Originalstruktur der Haut zu zerstören. Super Sache!

WORKSHOP BEAUTY- UND FASHIONFOTOGRAFIE IM STUDIO

Workshop-Referent:
Steven Van Veen
www.stevens-photography.de/
www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/659697

Model:
Scarlett Herzog
www.scarlett-herzog.com/
www.model-kartei.de/sedcard/modell/3594/

Termin: 6. Mai 2012
Beginn: 10.00 Uhr
Ende: 17.00 Uhr
Teilnehmer: max. 8
Ort: Fotostudio Flashback
Robert-Bunsen-Str. 11a, 79108 Freiburg
Preis: 149,- Euro

Ich freue mich sehr, dass uns der bekannte Beauty- und Fashionfotograf Steven Van Veen für einen Tages-Workshop in Freiburg beehrt. Steven Van Veen stammt ursprünglich aus Kanada und fotografiert mit Leidenschaft und Seele. Er arbeitet unter anderem mit internationalen Models und ist regelmäßig im Ausland unterwegs.

Scarlett Herzog ist als Model, Fotografin und MakeUpArtist ein absolutes Multitalent. Als Model arbeitet sie international und wird unter anderem für Kataloge, Magazine oder Videoproduktionen gebucht.

Eine Auswahl an Bildern, die Steven mit Scarlett produziert hat:

Bei diesem HighClass-Workshop lernen die Teilnehmer, wie man stilvolle Beauty- und Fashionaufnahmen im Studio produziert. Da die Lichttechnik nicht ausschließlich im Vordergrund steht, sind die Lerninhalte auch auf die Outdoor- und On Location-Fotografie übertragbar und damit auch für Teilnehmer geeignet, die über kein eigenes Studio verfügen.

Inhalte & Ablauf des Workshops:

• Begrüßung und theoretische Einführung in die Beauty- und Fashionfotografie
• Von der Idee zum Bild
• Umgang mit dem Modell
• Das Highkey-Beauty-Portrait
• Die klassische Beauty-Aufnahme
• Die Fashionaufnahme
• Allgemeine Diskussion und Fragerunde
• Verabschiedung

Jeder Teilnehmer hat ausreichend Zeit, mit dem Modell selbständig und/oder unter Anleitung des Referenten zu arbeiten.

Im Preis enthalten:
• Workshop-Coaching
• Modelkosten
• leichte Verpflegung und Getränke
• Studiokosten
• nichtkommerzielle Bildrechte

Mitzubringen sind: DSLR + Speichermedien (Sony/Minolta-User bitte an Adapter denken)

BUCHUNGS-INFO:
Die Workshop-Plätze werden nach Reihenfolge des Zahlungseingangs vergeben. Im Falle einer rechtzeitigen Absage bis 14 Tage vor dem Workshop gibt es den vollen Betrag zurück. Andernfalls nur, wenn Ersatz durch einen Nachrücker gefunden wird. Wir bitten um Verständnis.

Wichtig: Zusagen heißt auch bezahlen – und das möglichst zeitnah nach der Anmeldung! Belegt bitte keine Plätze, wenn ihr euch nicht sicher seid. Seid also fair gegenüber uns und allen ernsthaften Interessenten!

Anmeldung bitte per E-Mail an:
info@blendwerk-freiburg.de

Tags:
 

Neue Fotos: ARV Winkler

Liebe Blogleser,
und wieder gibt es neue Fotos, die wir kürzlich für die KFZ-Meisterwerktstatt von ARV Winkler produziert haben. Wir – das waren meine Wenigkeit und mein Studio-Kollege Looking Sharp Photography.

Wer das eine oder andere Wehwehchen an seinem Auto zu beklagen hat, sollte unbedingt die coolste Werkstatt Freiburgs aufsuchen. Während das heilige Blechle repariert wird, kann man uns gleich im Fotostudio Flashback besuchen, denn die Werkstatt liegt direkt bei uns um die Ecke! KFZ-Service und Fotografie aus einem Guss…

Hier eine kleine Auswahl der Bilder:

In diesem Sinne – bis bald… :)

Tags: