Weshalb ich keine „Modelle“ mehr fotografiere

Liebe Leute,
beim Titel des heutigen Artikels geht der geneigte Leser ganz recht in der Annahme, wenn er vermutet, dass ich ein wenig provozieren möchte. Regelmäßige Besucher meines Blogs werden vielleicht festgestellt haben, dass es bei mir kaum noch Veröffentlichungen gibt, in denen weibliche oder männliche Modelle eine Rolle spielen. Warum das so ist? Ich kläre auf:

Sicher hört es sich überraschend an, wenn ich als People-Fotograf sage, dass ich keine Modelle mehr fotografiere. Mittlerweile habe ich es aber einfach satt, völlig sinnentleerte „Model-Bilder“ gemäß dem Motto „Schöner Mensch plus Raum plus Licht = fertiges Foto“ zu produzieren.

Janina

Die meisten unter euch sind wahrscheinlich ähnlich oft auf Facebook unterwegs wie ich. Ich liege auch sicher nicht ganz falsch mit der Annahme, dass ihr vor allem Profile oder Seiten anderer Fotografen verfolgt. Und was seht ihr da circa achthundertdreiundvierzig Mal am Tag? Genau: Model-Bilder – ohne jeden Sinn…

Seid mal ehrlich zu euch selbst: welche Art von Fotos bleiben euch im Gedächtnis haften? Eher nicht jene, auf denen irgendeine Person ohne jeglichen Bezug zu einer Idee oder Story posiert. Ich erwarte nicht, dass jedes Foto gleich eine Geschichte erzählen muss, aber es darf schon ein klein wenig Inhalt besitzen.

Vielleicht verstehe ich das alles auch nur falsch und es kann mir jemand schlüssig erklären, wozu man zum Beispiel ein weibliches Model in Dessous und High Heels in erotischer Pose mitten im Wald knipst. Ergibt das irgendeinen Sinn? Was will uns der Künstler damit sagen? Drei mögliche Erklärungen fallen mir dazu ein:

1. Boah, ich bin ein geiler Fotograf, weil ich einen Arsch voll Technik besitze und damit sogar in der freien Natur protzen kann.
2. Hey, das Model sieht viel besser aus als meine Alte zuhause – also gefälligst runter mit den überflüssigen Klamotten (hechel – knips – hechel…)
3. Alter, wenn ich schon so viel Kohle in die Technik investiert habe, muss wenigstens das Model billig aussehen!

Zugegeben, mir würde noch viel mehr dazu einfallen, aber ich will ja nicht langweilig sein. Ich bin schlicht der Bilder überdrüssig, auf denen sich irgend ein junges Mädel in seltsam-verbogener Pose räkelt. Versteht mich nicht falsch – ich bin weder Moralapostel noch Tugendwächter. Schließlich habe ich während meiner Zeit als Hobbyfotograf selbst lange genug solche Fotos produziert. Einige davon mag ich auch heute noch. Zudem ist natürlich auch nicht alles Mist, was man in diesem Bereich tagtäglich sieht, sondern es sind unter dem ganzen Massenschrott regelmäßig auch wirklich gelungene Bilder darunter.

Außerdem sollte man bekanntlich niemals nie sagen. Falls mich die Muse küssen und mir eine gute Idee in den Sinn kommen sollte, werde ich bestimmt auch mal wieder ein Model fotografieren. Versprochen! Falls nicht, dann aber garantiert auch wirklich nicht. Denn aus Langeweile oder nur weil mir eine Location gefällt bzw. ich ein Model für fotografierenswert halte, werde ich es definitiv nicht mehr tun.

Verzeiht mir meine kleinen Frechheiten, die ich mir in diesem Blogpost erlaube. Ich hoffe, der Artikel regt einfach ein wenig an, bereits im Vorfeld über das eine oder andere ganz spontan vereinbarte Shooting etwas länger nachzudenken und nicht einfach drauflos zu ballern, nur weil sich gerade ein gutaussehendes Model gemeldet hat und das Wetter schön ist.

In diesem Sinne – allzeit gutes Licht!

😀

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59 Kommentare auf “Weshalb ich keine „Modelle“ mehr fotografiere”

  1. Frank sagt:

    Dem habe ich schon lange nichts mehr hinzufügen. Eher dachte ich, ob ich alleine so denke.

  2. Michael sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen. Zugegeben habe ich mich viel in der Modelwelt rumgetrieben und auch oben genannte Bilder oft mehr schlecht als recht gemacht. Natürlich ist es auch schick irgendwie mit weiblichen Models zu arbeiten und als Amateurfotograf kokettiert man gerne auch im Bekanntenkreis mit den dadurch entstehenden gängigen Klischees.
    Trotzdem muss ich da weg… Warum? Nun ich hatte das Glück ein Model zu treffen mit dem ich so ziemlich alles ablichten konnte, was ich mir vorstelle. Wirklich tolle Bilder sind entstanden und jetzt ist genug.
    Sehe ich mir jetzt Streefotografie an, Landschafen und auch Architektur, dann denke ich: „Das will ich können.“. Das heisst nicht, dass ich die Modelfotografie „kann“, nur bin ich an einem Punkt an dem ich da nicht besser werde, aber noch genug Raum auf anderen Gebieten.
    Es ist schon so wie oben beschrieben. Auf wie vielen Arten kann man ein sexy Model in Dessous und High Heels ablichten ohne selbst gelangweilt zu sein…

  3. Jens sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich bin auch mittlerweile davon überzeugt, das ein Bild mich ansprechen muss. Und zwar das Bild, und nicht das Motiv (bzw. das Model). Das Bild muss etwas mehr Inhalt haben. Und (das hast Du vergessen! ;-))) nackte Frauen vor Raps haben nunmal keinen Inhalt. Zum Glück dauerts bis zur nächsten Ernte noch etwas.
    Das umzusetzen ist nicht immer einfach, aber ich habe es zu meinem Ziel gemacht und messe mich daran. Gegen die Langweile. 😉

    LG, Jens

  4. Alex sagt:

    Hi Wolfgang,

    ich bin ja eh noch am üben, laufe also außerhalb ernstzunehmender visueller Konkurrenz, Rang oder Reichweite. Weiß quasi noch gar nicht wo die Reise hin geht und habe gerade erst die Koffer gepackt – für den lebenslangen Trip.

    Deshalb plane ich auch noch das ein oder andere Shooting mit (ja, manchmal auch wenig bekleideten) schönen Menschen. Mich interessiert der schmale Grat zwischen einem technisch korrekten, netten, schönen und/aber banalen Menschenbild und einem großen visuellen Griff der das Kopfkino in Gang setzt, zum Träumen und/oder zum Verweilen einlädt. Ich gebe es zu, ich mag sie – die Peoplebilder im Kontext mit der Natur – z.B. von Ingo Kremel, Bruno Birkhofer, Sturmideenkind und wie sie nicht alle heißen. Irgendwie reizt mich dieses Genre. Eine visuelle Symbiose von Haut, Stein, Holz, Wasser, Moos, usw. Die Verbindung von Mensch und Natur ist für mich das Thema. Leider bin ich noch nicht so weit, meinem eigenen Anspruch Genüge getan zu haben und so hetze ich weiter mit nackten Menschen durch´s Unterholz – immer auf der Suche nach dem perfekten Bild. Und doch meist so weit entfernt vom eigenen Anspruch und der Erfüllung meiner visuellen Wünsche. *schluchz* 😉

    So, nun aber wieder zurück zum Thema: Nachdem ich die letzten Tage, wie schon unzählige Male, intensivst über dieses Thema nachgedacht habe und dies schon zu einer echten Aversion gegen die unzähligen, völlig austauschbaren, an Banalität nicht mehr zu topenden Schönfrauenbilder und deren Urheber gekommen ist, kann ich nur eins schreien: Du schreibst mir aus der Seele! Schöne Frauen noch schöner zu fotografieren ist eine der dümmsten Arten seine Zeit und die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer zu verballern. Es ist ein Platzhalter, wie so viele Dinge in unserer Gesellschaft. Es sind die Spiele zum Brot – wie das Fernsehen.

    Sobald ich eine bessere Idee habe meinen Sensor zu benutzen, mach ich nur noch das. Einen schönen Menschen fotografier ich dann nimmer mehr!

    Es ist schon lustig das Du heute diesen Artikel verfasst hast, nachdem ich mich tatsächlich die ganze Woche aufgeregt und darüber nachgedacht habe, aus reinem Protest keine Peoplebilder mehr zu machen, weil mir diese Schwemme höchstgradig banaler Schönfrauenbilder so auf den Sack geht. *bäh* Es gibt noch Zeichen und Wunder. Für mich bist Du ein Bruder im Geiste. 😉 Brother from another mother!

    Word, Alex

  5. Wolfgang du hast so recht!!
    Ich frage mich eh oft ob diesen Modellen und Fotografen nicht irgendwann mal langweilig wird, immer nur diese gleichen total weltfremden Posen an irgendwelchen zusammenhangslosen Orten zu machen. Wo bleibt der Sinn, ab und zu sowas zu tun ist ja ok aber dauernd, das kann doch nicht deren Ernst sein. Was ich am schlimmsten daran finde ist das sich viele neu und jung Fotografen an solchen banalen Bildern orientieren und selbst nichts darüber hinaus produzieren.
    Aber was wundern wir uns alle darüber wenn es in der Welt kaum noch Dinge gibt die Sinn machen und das Sinnlose in jeder Form gefördert und belohnt wird.

    Amen 😉

    Bis bald
    LG
    Matthias

  6. Helmut sagt:

    Lieber Wolfgang! Ich, noch am Anfang der Modelfotografie, kann dennoch Deine Gedanken nachvollziehen. Vielleicht deswegen, weil ich jetzt gerade erahne, was wichtig ist und letzlich ein gutes Bild ausmacht, was mir wichtig ist. – Ist es nicht eher das „künstlerische Dreieck“ , das Du verloren hast?!. Die Bildidee in der Interaktion zwischen dem Model und Dir zu erarbeiten. Ist Dir die Sicht der Dinge verloren gegangen, eine Stimmung in ein Bild umzusetzen?! Lass alles ruhen und überlege…Geht es nur um das Bild als Produkt, lass es sein! Fühlst Du noch oder irgendwann wieder die Kraft, die Inspiration, den Willen nach einer Kunst, dann wird auch die Lust auf diese Art der Fotografie wiederkehren! Ich freue mich schon auf diese Zeit! Alles Gute und Gut Licht!…

  7. Stefan sagt:

    Bilder sind nur wichtig, wenn sie Dir (mir) wichtig sind.

    Ich habe das Genre ‚People‘, ‚Akt‘ und Co bislang konsequent umgangen und habe auch momentan keinerlei Ambitionen in diese Richtung. Trotzdem und gerade deshalb kann ich Deine Gedanken gut nachvollziehen und würde das unterschreiben. Ich darf Dich trotzdem warnen: Das was Du schreibst, gilt letztlich für jedes Genre. Auch für Street, Architektur, Landschaft, Wildlife oder Makro. Es geht nicht um das Sujet. Es geht um Dich. Wichtig kann nur / kann alles sein, was Dir wichtig ist. Die Sinnfrage ist absolut berechtigt, gefährlich ist sie aber auch. Umarme sie aber sei Dir klar, dass Du nicht wissen kannst, wohin die Dich führt.

  8. Stefan sagt:

    PS: Ich bin Amateur, Du bist das nicht. Deinen Artikel lese ich aber als einen Beitrag zur freien, künstlerischen Arbeit, nicht zum professionellen Tagesgeschäft. Dort sieht es sicher anders aus. Dort beantwortet sich die Sinnfrage immer auch aus den Vorstellungen des Kunden und aus der Wirtschaftlichkeit. Und das finde ich auch völlig in Ordnung so. Dort geht es um Qualitäten, einen Anspruch an sich selbst. Oder wie siehst Du da die Trennung und die Gemeinsamkeiten?

    • Blendwerk sagt:

      Lieber Stefan, selbstredend gibt es eine Menge Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede zwischen kommerzieller und freier Arbeit. Vielleicht ist es nur ein Gefühl, aber ich bin zur Überzeugung gelangt, dass ich bei bezahlten Auftragsjobs oft sogar kreativer sein kann als bei freien Projekten. Hört sich widersprüchlich an, ist es aber nicht. Gerade die von außen vorgegebenen Rahmenbedingungen spornen zu weit besserer Leistung an als wenn ich völlig unabhängig agiere. Der Gedanke ist zwar nicht zu Ende gedacht, aber zumindest geht es für mich in diese Richtung.

      • Stefan sagt:

        Das hört sich überhaupt nicht widersprüchlich für mich an. Als Architekt findet Kreativität so gut wie immer als Auftrag statt. Dort habe ich es immer so empfunden, dass mich mehr Restriktionen besser machen und mehr Freiheitsgrade die Lösung beliebiger werden lassen. Das ist übrigens einer der Gründe, mir die Fotografie als freies kreatives Hobby zu leisten: Sie zwingt mich, mich eben genau mit diesem Dilemma auseinanderzusetzen. Der Beliebigkeit zu entkommen. Genau das Thema deines Blogposts.

        Grüße aus Stuttgart: Steff

  9. Martin sagt:

    Hallo in meine alte Heimat, vielen Dank für diesen Artikel. Ich dachte, ich wäre auf weiter Flur mit eben dieser Ansicht. Meine „Modelle“ sind Menschen meiner Umgebung, die Fotos haben wollen und sich darin wieder finden möchten. So versuche ich meinen noch kurzen fotografischen Weg zu gehen. Viele liebe Grüße aus Heidelberg. Martin

  10. Richard sagt:

    Hi,

    irgendwie finde ich mich in dem Artikel in meiner aktuellen Entwicklung wieder. Mit unnatürlichen Posen habe ich mich schon von Anfang an schwer getan und schaue ich mir entsprechende Bilder an (auch meine Eigenen) , stelle ich immer wieder fest, dass sie mich oft langweilen. Irgendwie fehlt das Leben….
    Was mich dagegen begeistern kann sind natürliche Portraitaufnahmen. Ganz besonders wenn sie noch eine Geschichte erzählen. Das kann auch für einen simplen Headshot gelten, denn gerade das menschliche Gesicht erzählt Geschichten. Geschichten von Emotionen und Situationen. Ein Model kann noch so attraktiv sein, in verrenkter Pose mit genervtem oder gar gequältem Ausdruck erzählt irgendwie nur die Geschichte, dass das Shooting gerade unangenehm. Manchmal frage ich mich ob das von den Fotografen überhaupt gesehen wird. Schon oft habe ich Aufnahmen gesehen, die technisch perfekt waren, die ich persönlich aufgrund des Gesichtsausdrucks aber auf jeden Fall gelöscht hätte.
    Aber wie schon gesagt, das ist bei mir eine aktuelle Entwicklung. Ich bin gespannt wohin meine Reise da geht. 😉

  11. Horsti sagt:

    Hallo Wolfgang,

    mir als Anfänger geht es genauso, einmal denke ich, hübsch, aber was soll das, dann denke ich wieder, hübsch, aber das geht besser.
    Doch grundsätzlich denke ich, schöne Menschen zu fotografieren ist nicht schwer, denn Schönes widerspiegeln ist keine Kunst. Eine Kunst ist es eine tiefergehende Ansprache an den Betrachter zu richten.
    Ich fotografiere Menschen, so wie sie sind, in einem (fast) professionellen Rahmen. Mir sind die Menschen wichtig und das Ihnen die Bilder gefallen, der Rest ist unerheblich.
    Das Schwere ist nur daran das Menschen wie Du und ich, sich nicht gerne ablichten lassen, im Gegensatz dazu lassen sich die schönen, wohlgeformten und trainierten Körper finden.
    Also arbeite ich an mir, meine Sprache, Ideen und Bildarragnements zu verbessern um doch eine tiefergehende Aussage zu treffen.
    Danke für Deine Gedanken, sie helfen mir meine zu überprüfen,
    denn nur im Wahnsinn ist der Rückschritt ein Fortschritt.

  12. HL-Photo.com sagt:

    Man fragt sich wirklich, warum viele Videos und Tutorials von Fotografen immer mit Topmodels geschmückt sein müssen? Warum kann nicht mal meine Nachbarin posieren, die das vielleicht nicht professioneller, aber ganz sicher natürlicher macht?? – Weil dann wieder viele hergehen und sagen: WASSSSSS isn das für ein Model???? – also reine Kommerzschiene. Wenn ich Workshops gebe, muss ich auch ein bestaussehendes Model engagieren, weil ich auch genügend Teilnehmer haben will. Denn würde ich die Nachbarin nehmen, müßte ich wahrscheinlich wegen zu geringer Teilnehmerzahl die halben Workshops absagen. Ist halt mal so, leider.

  13. Image Result sagt:

    Ich kann das zwar unterschreiben, jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass Kunst für jeden Menschen etwas anderes ist. Die halbnackte Frau im Wald bedient sich vielmehr einem Fetisch, der sicherlich für viele Menschen erfüllt werden muss, damit auch diese Gruppen „erotische Bilder“ zu sehen bekommen. Da muss nichts mit Angeberei zu tun haben. Ich bin auch lieber künstlerisch aktiv und mag es nicht, wenn man dem Motto „sex sells“ billig folgt. Aber man muss auch differenzieren können und objektiv einsehen, dass es für alles ein Klientel gibt, das bedient werden will. Und dass es solche Bilder gibt, beweist das Angebot und die Nachfrage.

  14. Matthias sagt:

    Schön klar und deutlich aufgeschrieben was ich schon lange denke.

  15. limpiar sagt:

    Ein sehr schöner und treffender Artikel. Wenn es auch nur das Thema wäre. Zusätzlich finde ich es auch langweilig, wenn ich 1000 Bilder sehe und 950 davon, im Stil von Calvin Hollywood sind. Nichts gegen diesen Stil, er sieht super aus und dahinter stecken auch jahre lange Arbeit und Schweiß. Aber die C.H. Jünger übertreiben es meist. So ist es nicht nur eine tote Pose zu einem sehr arg bearbeiteten Bild sondern ständig das gleiche im www!
    Ich fotografiere Menschen in meinem Umkreis ohne Story etc., weil ich mich eher für die Retusche interessiere und nicht stets anderen hinterher laufen will.

    Ich denke immer die vielen kleinen, versteckten sind die besten

  16. Oh da hat einer in meinen Kopf geblickt wir leben schon in einer eigenartigen Zeit wo alles getoppt werden muss … also setz ich mal einem „Model“ ein Geweih auf oder steck ihr was in den Mund um Sie (Ihn) dann vor einer Traumkulisse offenblendig zu stellen, wo man dann eh nicht weis was da im Hintergrund ist! Stelle mir schon lange die Frage wie ich mich davon lösen kann und wieder Bilder mache mit Emotion und einer Geschichte …

  17. Norbert Cornils sagt:

    ich verneige mich vor dir!

  18. Hella Kiss sagt:

    Guter Beitrag!!!

  19. Birgit sagt:

    totale zustimmung!

  20. bachiru sagt:

    Lieber Wolfgang da stelle ich mir jedoch die Frage weshalb du dann noch vor einem guten Jahr das Buch Posing und Modellführung auf den Markt gebracht hast? Finde das passt irgendwie nicht zusammen. Und da du derzeit offensichtlich eher auf dem Firmentrip bist ist jetzt Modelfotografie langweilig? Produktfotografie ist jetzt auch nicht wirklich spannend und Fotografen die das Handwerk hauptberuflich machen brauchen halt nun mal das Geld. Denke doch das es Geschmackssache ist ob man jetzt Menschen, Tiere, Architektur oder was auch immer fotografiert oder nicht? Wenn ich mir die Meinungen so durchlese denke ich mir das offensichtlich viele der Kommentarverfassser keine eigene Meinung haben. Vielleicht ist das ja die Basis für ein neues Buch lieber Wolfgang? In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg beim was-auch-immer-knipsen!

    • Martin sagt:

      Hallo, ist Modellführung u Posing nicht grundsätzlich auch wichtig für „nicht-Modell“ quasi den Otto-normal-Bürger/in? Das widerspricht sich nicht zwingend. Herzliche Grüße und viel Freude weiterhin am Fotografieren

    • Blendwerk sagt:

      Ich lehne es ja auch gar nicht grundsätzlich ab, Modelle zu fotografieren. Zugegeben, der Titel des Blogartikels ist da etwas reißerisch und bildet natürlich nicht alles ab, was ich im Text geschrieben habe.
      Ich mag auch weiterhin Bilder mit Menschen – das ist das Genre was mich nach wie vor am meisten anspricht. Mir geht es lediglich darum, eine Vorgehensweise zu hinterfragen, bei der Menschen – meistens sind es weibliche Modelle – ziemlich ideenlos – meistens von männlichen Fotografen – „abfotografiert“ werden. Oft genug nur deshalb, weil ein Modell z.B. hübsch aussieht oder „perfekte“ Maße hat. Das alleine genügt mir nicht.
      Natürlich muss ein Bild nicht zwingend eine Geschichte erzählen – dafür gibt es ja schließlich Buchautoren. Aber irgendeinen Sinn sollte das Ganze schon haben. Und wo bitteschön ist der Sinn eines Bildes wie ich es im Text als Beispiel beschrieben habe?
      Mein Buch „Posing und Modellführung“ widerspricht meiner hier geäußerten Haltung nicht. Zwar hat sich sie in dem Jahr seit der Buchveröffentlichung etwas weiterentwickelt und vielleicht würde ich nicht mehr alles so schreiben wie ich es dort getan habe. Aber der Kern des Buchinhalts bleibt weiterhin für mich richtig: Zuerst die Idee – dann die Umsetzung!

  21. Frau Bella sagt:

    Danke! Das ist so toll aus einem Mund oder Kopf von einem Mann. Meinen Allerhöchsten Respekt für diesen Artikel…

    Liebe Grüße

    Frau Bella♥

  22. Thomas sagt:

    Kontra: Es ist eine Kunstform und bei jeder Kunst geht es darum, Aufmerksamkeit zu wecken. Wenn mir ein Bild gefällt, spricht es meinen visuellen Sinn an. Genauso wie bei Musik. Ich brauche doch wohl keinen Sinn oder eine Geschichte hinter einen Werk, wenn es mir schlicht gefällt!? Genauso dass ich lieber mit einem Modell arbeite, was wenigstens schon ein bisschen Erfahrung mitbringt. Ich schaue mir auch lieber einen ordentlichen Film mit Schauspielern an, als eine komische Reallitysoap mit Laiendarstellern auf RTL.
    Wo ich aber Recht geben muss ist die Optik der Models. Ein guter Fotograf kann auch ein weniger attraktives Model ist Szene setzen. Ist aber wie bei den Topdesignern, die unbedingt für ihre Schöpfungen Nullgrößen Models brauchen.
    Mein Fazit: nicht der Sinn zählt, sondern der Eyecatcher. Oder anders ausgedrückt: Wirkung vor Logik.

  23. Frau Bella sagt:

    Ich denke, Wolfgang hat es gut getroffen. Aus meinem Umfeld kenne ich nämlich diverse Fotografen aber eben auch Models, die sich über den Sinn dessen gar keine Gedanken machen. Nicht der Eyecatcher zählt – sondern die eigene Eitelkeit und zwar auf beiden Seiten. Sie ist der Drahtzieher des Ganzen. Deswegen empfinde ich Modelfotografie fast schon als Statusdenken. Wie mit einem Haus oder Schiff, was man irgendwen präsentieren möchte. In der Malerei setzt man sich seit zig Jahren mit dem menschlichen Körper auseinander. Dabei geht es aber um Inhalt…
    Wenn der Hans-Peter von nebenan mal die schöne Susi fotografieren möchte und sich dabei als total tollen Fotograf ausgibt..und die Susi ja schon immer mal in Ihren roten Dessous abgelichtet werden wollte..dann hat das nichts, was auch nur annähernd Sinn macht. Es ist lächerlich!!!! Das ist meine Meinung. Amen.

    • Thomas sagt:

      Stichwort Malerei: Welchen Sinn hat die Mona Lisa? Keiner weiß es… es gibt nur x Spekulationen. Fakt ist aber, dass das Gemälde einfach schön ist und ein absoluter Eyecatcher. Und das deswegen, weil eine hohe Fertigkeit dahinter steckt.
      Statusdenken ist das auch nicht, weil Fotografie für jeden erschwinglich ist. Wenn, dann prahlt man mit seinen Fähigkeiten. Aber das gibt es ja in allen Bereichen (z.b. ich bin nen Marathon gelaufen…).

      • Blendwerk sagt:

        Ich schätze, Frau Bella meinte mit dem Statusdenken nicht die Fotografie an sich oder die Ausrüstung, sondern eher die Tatsache, dass es Fotografen gibt, die sich über die Anzahl der fotografierten Modelle definieren. Im Sinne von „seht her, was ich für ein toller Hengst bin – ich bekomme jedes Model vor die Kamera“… leider ist es oft genug scheinbar egal, ob das Bild taugt oder nicht.
        Klar, wer oder was bestimmt aber, was ein Bild taugt? Das ist sicher subjektiv.

        • Thomas sagt:

          Naja es ist ja auch irgendwie ne Referenz. Also ich habe noch keine Fotografen gesehen, die einerseits tausend Models abgelichtet und andererseit schlechte Fotos veröffentlicht haben. Beißt sich ja auch irgendwie. Und „Schönheit“ ist nicht nur subjektiv, sondern es gibt auch objektive Merkmale. Das ist ja inzwischen auch empirisch bewiesen.
          Sei’s drum. Ich habe immer gerne mal Abwechslung bei den Models. Einfach, weil es jedes Mal anders ist und meine Kreativität stärker stimuliert wird. Der Weg ist das Ziel. Wenn aus einer Idee (auch wenn kein wirklicher Sinn dahinter ist) ein fertiges Foto entsteht, mit dem man selber zufrieden ist.

  24. Michael sagt:

    Hallo Wolfgang,
    ich versuche mich zwar von den allgemeinen Bildern abzuheben, allerdings befinde ich mich auch gerade an einem Scheideweg. Ich habe viel ausprobiert und auch meinen Stil gefunden allerdings….. gehöre ich zu den Menschen die gerne auch mal wieder etwas neues ausprobieren und ich denke es wird Zeit dafür neue Seiten an der Fotografie zu entdecken!
    Daher weiterhin gut Licht, wofür auch immer 🙂
    Michael

  25. Marina sagt:

    Interessanter Gedanke.
    Dazu fallen mir zwei Dinge ein:

    a) „echte“ Models (also nicht die „ich muss mich in Facebook mit billigen Bildern und vielen Pfunden protzen“ – MK – Tattoo- Fetisch-Fraktion) können durchaus ein tolles Motiv darstellen, weil sie wissen, wie man sich perfekt für Bilder bewegt und auch wirklich WIRKLICH ästhetisch sind. Diese Wald und Wiesen-Bilder die du ansprichst sind in den seltensten Fällen mit Modellen, sondern eher mit Uschi von nebenan gemacht

    b) Studiofotografie kann (was man schnell vergisst) durchaus seinen Sinn haben – Produkte und Mode müssen adäquat präsentiert werden. Zumal es im Sinne von Highfashion, Extreme-Make-up und toller Beleuchtung durchaus abwechslungsreich sein, indoor zu fotografieren.

    Beste Grüße
    Marina

  26. Jacqueline sagt:

    Da kann ich nur sagen, endlich jemand, der mir aus der Seele spricht:)

  27. Hi,
    Sinn-freie Bilder haben tatsächlich noch nie Sinn gemacht, und die Konstellation „Model“-vor-Hintergrund-plus-Licht ist, so wie Du sie geschildert hast, in der Tat sinnfrei und überflüssig.
    Das gleiche Bild könnte aber Sinn machen, wenn es eingesetzt wird, um irgendeinen teuren oder billigen Fummel einer Klamottenmarke an den Käufer zu bringen.
    Der Unterschied ist: Auftrag oder Selbstauftrag? Job oder Imitation eines Jobs?
    Wenn letzteres: ich verstehe, dass man sich mal so fühlen möchte wie ein Modefotograf. Eine Zeitlang ist das auch in Ordnung. Dann sollte man zu echten Themen übergehen.
    Viele Grüße
    Christian
    http://www.christianahrens.de

  28. Alles nicht so schlimm, solange jemand daran gefallen findet. 😉
    Sei es nun der Fotograf oder eben das Model.
    Jeder muss für sich entscheiden was er möchte,
    was möchte ich zeigen,
    was will ich damit erreichen.
    Hinter vielen Bildern steckt keine Geschichte und doch gefallen sie uns.
    Was soll uns ein Baum im Herbst sagen, was sagt uns ein gewundene Treppe,…
    nix. ABER sie können Emotionen auslösen beim Betrachter und darum geht es.
    Um Emotionen.

  29. Nick Freund sagt:

    Du sprichst mir aus meiner Seele 😀 Wir sollten einen Club gründen! Beste Grüße, Nick Freund

  30. Heinz Drstak sagt:

    Hallo Wolfgang,

    bestens und amüsant formuliert. Dabei habe ich schon befürchtet, nur ich denke so. Du hast es auf den Punkt gebracht. Chapeau!!!

    LG, Heinz

  31. …. ist schon erstaunlich wie viele so denken… ich dachte schon ich gehöre zu einer ganz klitzekleinen Minderheit, die das so ähnlich sehen – soooo klein scheint diese Minderheit dann doch nicht zu sein…. das gibt Hoffnung… auf jeden Fall bin ich Dir dankbar, dass Du dieses Thema mal so eindeutig ausformuliert zu Papier… nee … ins Netz gestellt hast…
    Find ich gut… wo muss ich unterschreiben ? 😉
    LG Thomas

  32. […] bin ich mal richtig “meta” und schreibe ein wenig über das Feedback zu meinem Artikel Weshalb ich keine Modelle mehr fotografiere, den ich vor ein paar Tagen hier veröffentlicht […]

  33. Jens sagt:

    Also da kommen mir neue Stile in den Sinn. Supermodels-Persiflage. Leicht bekleidetes Mädel macht im herbstlichen Wald einen Spagat über einen Bach. Mit Langzeitbelichtung natürlich.

    LG, Jens

  34. Frank Liedtke sagt:

    Zum Glück habe ich mir die Zeit genommen und den Beitrag durchgelesen, So konnte ich in dieser Zeit nicht von ein oder zwei Bildern gelangweilt werden. Allerdings…. Wo ist denn eigentlich nun der Unterschied ?

  35. […] Wolfgang Armbruster ist müde die immer selben Portraits von Modellen zu fotografieren und fragt sich was ein […]

  36. […] Die Überlegungen von Wolfgang Armbruster (Blendwerk Freiburg) zur inhaltsfreien Fotografie mehr oder weniger nett anzusehender Mitmenschen sind sicher nicht neu, aber in der begründeten Form sicher lesenswert. “Weshalb ich keine ‘Modelle’ mehr fotografiere“ […]

  37. Dieter Fröhling sagt:

    Sehr wahr. Wobei gerade die Motivation ein weibliches Model in die Pampa zu schaffen damit man in der Kiesgrube oder dem Totgehölz die aktuelle Triumph-Kollektion (oder ähnliches) am Model ablichten kann mir vollig unerklärlich ist.

    Wer druckt das denn? Ich mein so kommerziell?

  38. Oliver sagt:

    Mal aus der Sicht von jemand, der zwar schon lange fotografiert aber beim Portraitieren von Damen noch nicht so weit ist wie Du: Klar kommen bei Leuten wie mir z.T. Bilder heraus, die nicht die kreative Federführung im Genre übernehmen. Aber beim Einstieg ist glaube ich jeder erst mal mit Posing, Stimmung beim Shooting, richtige Belichtung etc. so ausgelastet, dass erst mal die klassischen (meist ja auch einfacheren) Posings eben genug zum Lernen sind.
    Aber ich stimme Dir natürlich zu, dass es nicht dabei bleiben sollte, auch wenn es für die Phase des Fotografen richtig und wichtig ist.
    Hat ja auch fast jeder von uns Mal mit der Drittelregel etc. angefangen (auf die Dauer genauso langweilig wie immer gleiche Modelbilder), um dann später mit mehr Erfahrung zu lernen, wann man sie besser brechen sollte.

  39. Ich habe diese Langeweile für mich schon nach einigen Shootings festgestellt… Davon abgesehen, habe ich auch nie die typischen fashion-pics gemacht, aber nur schön reicht mir nicht. Wenn ich solche „sinnfreien“ Fotos mache, dann nur noch, wenn ich dafür bezahlt werde *g*. Ansonsten würde ich mich auch lieber mit „echten“ Menschen befassen und wahre Momente ablichten. Allerdings bin ich für Street noch zu feige. Ich respektiere da doch das Recht am eigenen Bild.

    Vielen Dank für deinen Artikel! Spricht mir total aus dem Herzen.

    Gruß
    Petra

  40. Es ist kein Problem, bei Street die Persönlichkeitsrechte zu respektieren – man muss seine Ergebnisse nur einfach für sich behalten. Jeder Mensch darf andere Menschen fotografieren. Man muss die Fotos anschließend nicht direkt in flickr kippen. In meiner Studienzeit habe ich extrem viel Street fotografiert, und es hat mir gereicht, wenn ich die besten Bilder selbst gut gefunden habe.

    Viele Grüße
    Christian
    http://www.christianahrens.de

  41. jVoTo sagt:

    Kunst hat eben unterschiedliche Ebenen. Klar, sie kann Geschichten erzähle. Sie kann provozieren. Sie kann aber zum Beispiel einfach nur schön sein.

    Für mich ist weniger das Problem, was fotografiert wird, sondern was gezeigt wird. Und ich wundere mich immer wieder, weshalb bei Facebook, MK und FC völlig banale Fotos bejubelt und hochgelobt werden. Ich schaue mir die dann häufig an und sage mir: Ordentliche fotografiert – aber langweilig.

    Nachfrage an Wolfgang Armbruster: Beziehst du deine Aussage auf „Modelle“, also auf Lebewesen, die für Geld oder einen anderen finanziellen Vorteil sich vor die Kamera eines Fotografen stellen? Oder auch auf „Modelle“, also Individuen, die sich von einem Fotografen (in irgendeiner Weise) porträtieren lassen und dabei mehr als das Gesicht zeigen?

    Jens

  42. […] Die Überlegungen von Wolfgang Armbruster (Blendwerk Freiburg) zur inhaltsfreien Fotografie mehr oder weniger nett anzusehender Mitmenschen sind sicher nicht neu, aber in der begründeten Form durchaus lesenswert. “Weshalb ich keine ‘Modelle’ mehr fotografiere“ […]

  43. Anni sagt:

    Interessanter Artikel, der Ansatz ist mir nicht neu und auch der Gedanke daran ist mir überhaupt nicht fremd. Ich habe auch anfangs „solche“ Bilder produziert. Aber dennoch denke ich, dass nicht jedes Bild in dem der Mensch im Vordergrund steht, auch wenn er oder sie extra posiert, ein Bild ist, dass nichts aussagt. Manchmal verstehen wir es vielleicht einfach nur nicht. Es gibt genügend Bilder die wirklich aus dem Zwang heraus entstehen „irgendwen hübsches irgendwo zu fotografieren“ aber vielleicht stempeln wir manchmal auch zu schnell Bilder in diese Kategorie ab. Auch aus meinem eigenen Portfolio würden sicher Bilder in diese Kategorie eingeordnet werden ( http://positiviphy.wordpress.com/portfolio/355/ ) Dabei ist keines dieser Bilder „einfach so ohne Sinn“ entstanden – jedenfalls nicht für mich.
    Es ist aber ein großes Glück, dass grade Blogs einem als Fotograf die Möglichkeit geben, zu erläutern, was die Idee hinter einem Bild gewesen ist 🙂

    Vielen Dank für den Artikel!

  44. Carsten sagt:

    Ja, das sehe ich auch. Spannend wäre es jetzt mal zu erfahren in welche Richtung deine Reise nun gehen soll? Es geht doch im Grunde um Menschenfotografie,.. und „Models“ sind ja bekanntlich auch Menschen… 😉 Letztendlich geht es beim Fotografen und beim fotografieren (und auch bei dem Menschen vor der Kamera) nur um das Gespür, und den Moment den es einzufangen gilt. Dann kannst Du auch mit Models „andere“ Fotos machen. Vor allem kann man auch mit Models darüber reden was einem wichtig ist, und gemeinsam versuchen das zu erreichen. Ich finde alles hat seinen Platz. 🙂 Ich selber fotografiere nur „normale“ Menschen… manch bezeichnen sich auch als Models, aber das macht mir nix 🙂

  45. Sehr guter Artikel !!!
    Dem gibt es wennig hinzuzufügen. Jedoch stellt sich unweigerlich die Frage welche Art von Werbung macht Sinn ?

  46. „Welche Art von Werbung hat Sinn?“ –
    Aus Fotografensicht ist die Antwort ganz einfach: die, die beauftragt und bezahlt wird! 🙂

    Viele Grüße
    Christian

  47. sagt:

    Facebook ist ein Massenmedium, natürlich bekommst du da auch einen Massengeschmack serviert.

    Genaugenommen prangerst du die menschliche Natur an.
    „Sex Sells“ ist ein Gesetz der Werbeindustrie.
    Willst du einem Schufabrikanten vorwerfen, dass er Modelle nimmt, die nichts ausser seinen Schuhe trage, wenn sich das ganze gut verkauft?
    Der tiefere Sinn ist nur Aufmerksamkeit erzeugen.

    Zugegeben ich bin nicht so viel auf Facebook unterwegs, aber das Menschen
    (Fotografen & Modelle) auf Facebook Aufmerksamkeit durch sexy Fotos bekommen wollen kann ich niemanden vorwerfen.

    Wenn es geklickt wird, wird es veröffentlicht.

    Mich langweilen viele Fotos auch. Aber einem ganzen Genre abschwören?
    Genausogut kann man von Foodphotography, Streetphotography oder Makrofotografie gelangweilt werden! Da gelten auch die selben regeln und man sieht die selben Fotos Hundertfach.

    Tipp: Weniger bei Facbook surfen, sondern sich einen Bildband von Sebastiao Salgado ansehen! Alternativ schau dir das „Salz der Erde an.“ Hat nichts mit „Model“ Fotografie zu tun aber zeigt geniale People Fotografie!!!

    Schöner Artikel Gratulation zur Provokation und dem Klick Erfolg!

  48. […] November trat ich mit dem Blogartikel WESHALB ICH KEINE “MODELLE” MEHR FOTOGRAFIERE eine kleine Lawine los. Der Artikel wurde zigfach kommentiert, in anderen Blogs erwähnt und auf […]

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