Hochzeitsfotografie

Liebe Blogbesucher,
heute möchte ich vier Bilder einer Hochzeit zeigen, die ich vor ein paar Wochen fotografiert habe. Die Bearbeitung ist bewusst unterschiedlich gehalten, damit klar wird, was man aus “einfachen” Hochzeitsbildern so alles machen kann. “Einfach” ist natürlich relativ zu sehen, da der richtige Einsatz von Technik nicht gerade unerheblich ist.

Bei Trauungszeremonien in der Kirche oder im Standesamt arbeite ich grundsätzlich und ausschließlich mit Available Light. Das hat den simplen Grund, dass es meines Erachtens kaum größere fotografische Todsünden gibt, als in Innenräumen überblitzte Bilder zu produzieren. Mir ist es vor allem wichtig, die natürliche Lichtstimmung zu erhalten.

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Klar geht das nur mit sehr lichtstarken Objektiven und Kameras, die auch hohe ISO-Werte vertragen. Das obige Bild habe ich mit einem Canon 70-200mm bei einer Blende f/4.0, einer Verschlusszeit von 1/160s und ISO 1600 fotografiert.

Recht klassisch geht es beim nächsten Foto zu, wenn das Ziel ist, die beiden Protagonisten beim “Paar-Shooting” stimmig in Szene zu setzen. Am Tag der Hochzeit hatten wir zum Glück das perfekte Wetter für Outdoor-Bilder: sonnig und leicht bewölkt. Um die unweigerlich auftretenden tiefen Schattenbereiche aufzuhellen, verwendete ich einen Hensel-Porty mit einer Softbox.

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Eine weitere Variante entstand auf der Terrasse der Hochzeits-Location. Auch hier verwendete ich den Porty für die Aufhellung. Den Bildlook gestaltete ich absichtlich recht kühl. Hochzeitsfotos sind meistens eher in warmen Farben gehalten. Dieser “Regel” wollte ich einfach mal etwas entgegensetzen. Reine Geschmackssache.

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Das letzte Bild ist eines meiner Favoriten. Es ist nicht gestellt (zumindest kaum), sondern entstand spontan mit den Trauzeugen der Braut. Für mich strahlt das Foto Glück und pure Lebensfreude aus.

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Dem Hochzeitspaar bin ich zum Dank verpflichtet, da sie mir freundlicherweise erlaubten, die Bilder hier zu zeigen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich Anfragen für Hochzeitsfotografie eher ablehnend gegenüberstand. Das hat sich mittlerweile geändert und es macht mir sogar richtig Spaß, das Glück zweier Menschen an einem solchen Tag festhalten zu dürfen.

Hochzeiten kann man natürlich auch völlig anders fotografieren als ich es hier vorgestellt habe. Das ist nur EIN Beispiel und MEINE persönlich bevorzugte Herangehensweise. Hochzeitsfotografen gibt es wie Sand am Meer und ich würde sagen, es gibt sowohl schlechtere als auch bessere als ich es bin.

In diesem Sinne – bis demnächst…

 

Zeitschrift Camera

83_U1Liebe Leute,
kürzlich flatterte die Zeitschrift Camera in meinen Briefkasten, wohlgemerkt ohne dass ich sie bestellt hätte. Tja, vermutlich gehöre ich zu den ausgewählten Fotografie-Bloggern, von denen eine Rezension oder zumindest kostenlose Werbung erhofft wird. Kein Problem – im heutigen Blogbeitrag schreibe ein paar Worte dazu.

Gleich mal vorneweg – ich gehöre nicht zu den Leuten, die regelmäßig Fotozeitschriften lesen. Warum? Weil mich die oft sehr ähnlichen Themen meistens langweilen und mich die aktuellen Techniktests kaum interessieren.

Am vorliegenden Magazin gefällt mir auf den ersten Blick das hochwertige Papier, auf dem es gedruckt wird. Das ist haptisch sehr angenehm und die im Inneren abgebildeten Fotos bestechen durch hohe Druckqualität. Aber auch diese Zeitschrift scheint ohne Kameratests nicht auszukommen, so dass ich die ersten paar Seiten gleich mal überblättere. Leider geht es nicht viel spannender weiter, denn einer der folgenden Artikel handelt mal wieder vom circa hundertachtundfünfzigsten Fotobuch-Test. Braucht man das? Ich nicht. Blättere ich weiter, stoße ich auf einen Artikel über den DIY-Fotografen Evan Sharboneau, der darin zeigt, wie man zum Beispiel Highspeed-Aufnahmen im Mini-Aquarium machen kann. Ganz nett, aber darüber findet man auf Youtube massig Tutorials – insbesondere von Evan Sharboneau. Dafür muss ich mir also kein Fotomagazin kaufen.

Ziemlich abstrus wird es, wenn die Zeitschrift Camera “22 Super-Sommer-Foto-Ideen” vorstellt. Inhaltlich erstreckt sich das von sterbenslangweilig bis absolut belanglos. Sehr schön finde ich hingegen ein Interview mit dem Foto-Künstler und Composing-King Erik Johansson. Der bebilderte Artikel gewährt einen kleinen Einblick in die Überlegungen und Herangehensweisen des Schweden. Das liest sich wirklich spannend.

Das Highlight der vorliegenden Ausgabe ist für meine Begriffe die Vorstellung des Fotografen Ralf Wilken. Dessen Fotos im “New Color Photography”-Stil sind wirklich großartig. Auch das Interview mit ihm finde ich sehr interessant und äußerst aufschlussreich.

Danach wird es aber leider wieder recht beliebig mit Themen, die so oder so ähnlich schon tausendmal in anderen Magazinen behandelt wurden. Schade eigentlich, aber die aktuelle Ausgabe verleitet mich nicht, doch noch zum regelmäßigen Fotozeitschriften-Leser zu werden. Camera ist im gut sortierten Zeitschriften- und Buchhandel für € 6,95 zu haben. Werft am besten selbst mal einen Blick rein…

 

Mein Gastartikel in der fotocommunity

Liebe Leser,
heute wurde ein Artikel veröffentlicht, den ich als Gastautor für den fotocommunity-Blog geschrieben habe. Um genau zu sein, handelt es sich dabei um eine etwas gestraffte Version eines Kapitels aus meinem Buch Posing und Modellführung im Fokus.

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Zwei Aspekte finde ich an diesem Blogpost besonders klasse. Zum einen erlaubt es einen kleinen Einblick ins Buch – zumindest kann man einen ersten Eindruck davon gewinnen. Und zum anderen gibt es eine weitere Möglichkeit, an einer Verlosung des Werks teilzunehmen. Vom Wiley-Verlag wurden freundlicherweise fünf Exemplare zur Verfügung gestellt. Schaut aber am besten selbst mal auf dem fc-Blog vorbei. Auch ein regelmäßiger Besuch lohnt sich!

Hier geht´s zum Artikel: www.fotocommunity.de/blog/fotografisches/fotowissen-tipps-und-tricks/posingtipps-plus-verlosung-von-fuenf-buechern-zum-thema

 

Liebe Leute,
heute gibt es ein klein wenig Werbung für einen Workshop der besonderen Art. Der bekannte Beauty-, Glamour- und Celebrity-Fotograf Nick Saglimbeni kommt vom 23. bis 25. August für einen Wochenend-Workshop nach Europa, genauer gesagt in die Luminanz nach Saarbrücken. Seit einigen Jahren veranstaltet Saglimbeni in den USA sein sogenanntes PhotoKamp, in dem er die Teilnehmer in die Geheimnisse der richtigen Beleuchtung für den “perfect shot” einweiht. Dieses Jahr gibt es die einmalige Möglichkeit, diesem Top-Fotografen über die Schulter zu schauen und von ihm zu lernen. Wer sich die zugegebenermaßen ziemlich schmerzhafte Teilnahmegebühr leisten kann, sollte sich diese Chance also auf keinen Fall entgehen lassen…

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Wer mich sponsern möchte, damit ich selbst an diesem Event teilnehmen kann, sollte sich schnellstens melden! :)

 

Music-Artist-Fotos: CHAIN

Liebe Leute,
nach den doch etwas textlastigen Blogartikeln der letzten Tage zeige ich zur heutigen visuellen Erbauung wieder ein paar Fotos. Das Shooting mit dem Musiker CHAIN für Deer Media & Music Group ist schon etwas länger her und fast hätte ich vergessen, die Bilder zu präsentieren. Zum Glück ist es mir eben wieder eingefallen – also schaut mal her…

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Bei so einem Shooting dürfen natürlich auch die Making-of-Bilder nicht fehlen. Hier sind sie:

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Der heutige Dank geht an Sebastian von Deer Media, an meine Studiopartner Sabine und Sascha und natürlich an mich selbst… ;)

In diesem Sinne – bis bald!

 

Warum mir Dumping-Preise egal sind

Liebe Leser,
zu diesem Thema wurde ja schon so einiges geschrieben. Heute will ich aber aus aktuellem Anlass auch mal meinen Senf dazu beitragen, da sich vor kurzem eine Massen-E-Mail in mein Postfach verirrt hat, die nicht nur dreist, sondern auch noch unsagbar dumm daherkam.

Darin wird unter dem Titel “Mittelstand Fototour 2013″ ein Angebot für mittelständische Unternehmen unterbreitet, das mich doch etwas verwundert aus der Wäsche schauen ließ. Angeboten wurden “verkaufsstarke Fotos die begeistern”. Um dem potentiellen Kunden eine Idee zu vermitteln, wie solche Fotos aussehen könnten, sind zahlreiche Links zu Bildern aus unterschiedlichen Branchen angegeben.

Hm, und da wird es dreist und dumm zugleich. Die Links verweisen nämlich auf Übersichtsseiten von Getty Images. Der Angebotsersteller hat mit diesen Fotos definitv nichts zu tun und verfügt mit Sicherheit über keinerlei Urheberrechte. Im gleichen Atemzug wird dann auch darauf verwiesen wie teuer der Erwerb von Nutzungsrechten an solchen Bildern (bei Getty Images!) üblicherweise ist. Die Abhilfe zur Lösung dieses Kostenproblems wird natürlich ebenfalls angeboten, indem man ein exklusives Fotoshooting mit einem professionellen Fotografen buchen kann. So ein Fotoshooting soll “Szenische Fotos, Produktfotos, Portrait- und Gruppenaufnahmen, Ortsaufnahmen” undsoweiterundsofortblablabla… beinhalten – und zwar 100 (!) Stück zum Preis von 987,00 Euro netto.

Das Fehlen einer Website oder einer realen Kontaktadresse hat mich doch etwas stutzig gemacht und nach kurzer Recherche wurde schnell klar, dass es sich bei der im Impressum angegebenen Firma “Infoservice Schweiz AG” um einen Spam-Versender und Datensammler handelt. Es ist klar, dass jemand, der auf die besagte Mail antwortet, nie und nimmer einen Fotografen zu Gesicht bekäme.

Da es sich im obigen Beispiel also um eine reine Betrugsmasche handelt, sind mir solche Dumping-Preise egal.

Ein anderes Beispiel: Facebook ist eine wunderbare Plattform für Fotografen. Ohne eigene Kosten lässt sich damit das eigene Business hervorragend vermarkten. Diese Möglichkeit wird von vielen Kollegen auch eifrig genutzt. Immer mal wieder werden Sonderangebote gepostet. Eine sogenannte “Fotografin” aus der Region warb zum Beispiel kürzlich für ein ein- bis zweistündiges Outdoor-Shooting inklusive fünf bearbeiteten Fotos zu einem Preis von sage und schreibe 49,00 Euro.

Da das fotografische Niveau der Kollegin – um es vorsichtig auszudrücken – ausbaufähig ist, sind mir solche Dumping-Preise ebenfalls egal.

Wer kennt das nicht? Da erhält man eine Anfrage für einen potentiellen Auftrag, den man gerne haben würde. Man schreibt ein Angebot und bekommt als Antwort, dass sich der Kunde für jemanden entschieden hat, der es günstiger anbietet. Was tun? Preislich nachbessern oder Schnauze halten und vergessen? Letzteres!

Mein fotografisches Niveau möchte ich nicht unterschreiten – im Gegenteil. Aber mit Dumping-Preisen müsste ich an der Qualität abspecken und auf Bildbearbeitung zum Beispiel ganz verzichten. Mit meinen Preisen orientiere ich mich zum einen am Markt und zum anderen müssen sie sowohl meine Kosten decken als auch die Finanzierung meines Lebensunterhalts sichern. Schmerzgrenzen sind schließlich dazu da, sie nicht zu ignorieren. Wer gerne für fünf Euro Stundenlohn arbeiten möchte, kann das tun. Ich sicher nicht!

Wenn ich deshalb einen Auftrag nicht bekomme, bin ich eigentlich eher froh, denn ich kann die nicht eingesetzte Zeit nutzen, um zum Beispiel mein Portfolio zu verbessern, Marketing zu betreiben oder einfach Löcher in die Luft zu starren.

Genau deshalb sind mir Dumping-Preise völlig egal…

Wie geht es euch bei diesem Thema? Seid ihr genervt von Billig-Fotografen oder geht es euch eher am Allerwertesten vorbei? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen…

 

3. Blog-Geburtstag

Werte Leserschaft,
vor ein paar Tagen wurde mein Blog drei Jahre alt. Ich darf wohl mit Stolz und ohne anzugeben sagen, dass er mittlerweile in die Riege der erfolgreichsten Foto-Blogs im deutschsprachigen Raum aufgestiegen ist.

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Meine Seite ist also durchaus bundesligatauglich und wenn der Vergleich auch hinken mag, ist sie quasi der SC Freiburg unter den Foto-Blogs. Was der Sportclub dieses Jahr mit seiner Platzierung geschafft hat, ist mir 2012 gelungen, indem ich bei der Wahl des Foto-Blogs des Jahres von den fotocommunity-Usern auf einen sensationellen fünften Platz gewählt worden bin. Aber weder der SC noch mein Blog kratzen dauerhaft an der Tür zur Champions League, sondern gehören eigentlich eher ins Mittelfeld mit einem leichten Hang zur Abstiegszone. Zwar ist unserer Spielweise gemein, dass sie attraktiv und sexy ist, aber man verdient damit einfach zu wenig Kohle. Bleiben wir also ehrlich – es gibt andere Blogs, die einen höheren redaktionell-journalistischen Mehrwert bieten als es meiner kann.

Genug der Schwafelei. Es hat mir auch im vergangenen Jahr wieder riesig viel Spaß gemacht, über diverse Foto-Themen oder neue Entwicklungen in der Bildbearbeitung zu schreiben, eigene Bilder zu zeigen und über Workshops und Coachings zu berichten. Natürlich wird es hier nahtlos weitergehen. Ideen und Ereignisse gibt es schließlich genug.
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Hier kommen die Zahlen und Fakten zum dritten Geburtstag:

Mein Blogarchiv ist mittlerweile auf 445 Artikel angewachsen – meinen Schnitt, fast jeden zweiten Tag zu bloggen konnte ich also fast halten.

Fast 1.600 Kommentare wurden inklusive meiner eigenen seit der Geburt des Blogs geschrieben.

Den monatlichen Besucherschnitt konnte ich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 5.000 steigern, wobei vor allem die letzten fünf Monate sehr stark waren. Täglich finden in der Regel zwischen 150 und 300 Leute den Weg auf meine Website.

Meinen Feed haben aktuell 189 Personen abonniert. Das ist eine Steigerung um ca. 30% im Vergleich zu 2012.
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Aktuell bin ich sehr gespannt, wie die Wahl zum Foto-Blog des Jahres 2013 ausgehen wird. Mein Blog ist selbstredend wieder nominiert. Über ein wenig Support freue ich mich.

Das größte und wichtigste Ereignis war dieses Jahr sicherlich die Veröffentlichung meines Buchs Posing und Modellführung im Fokus, das seit kurzem im Buchhandel erhältlich ist. Darin steckt viel Arbeit und Herzblut und auf das Ergebnis bin ich mächtig stolz.

Ansonsten stehen wieder einige interessante Shootings an und der ein oder andere Workshop mit bekannten Referenten befindet sich bereits in der Pipeline.

Mein Blog wäre natürlich ohne das Feedback meiner Leser nicht viel wert, so dass ich mich an dieser Stelle mal wieder bei allen bedanke, die sich die Mühe machen, den Blog mit ihren Kommentaren und Meinungen lebendig und frisch zu halten. Wenn sich die stillen Leser auch noch ab und an zu Wort melden würden, wäre ich froh. Heute zum Beispiel wäre eine gute Gelegenheit :)

In diesem Sinne – auf ein weiteres Jahr!