Hallo Leute,
heute berichte ich von einer Auftragsarbeit für JR Fine Products, einem jungen Startup-Unternehmen aus Staufen bei Freiburg. JR Fine Products vermarktet internationale Feinkost-Spezialitäten und ist derzeit dabei, eine Eigenkreation namens Sonnenprinz zu vertreiben. Sonnenprinz ist ein tradioneller Baumkuchen aus Litauen, dessen Backtradition bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Hergestellt wird diese Leckerei in Staufen.

Meine Aufgabe bestand zum einen darin, den Baumkuchen als Freisteller für die künftige Kartonverpackung zu fotografieren. Zum anderen sollte ich den Kuchen in der bis dato verwendeten Zellophanverpackung ablichten. Zu meiner eigenen Überraschung waren die Bilder bereits nach “nur” zwei Stunden im Kasten. So sah mein Licht-Setup aus:

Da der Kuchen sehr filigrane Spitzen hat, war es kaum zu vermeiden, das die eine oder andere abbrach. Mein Schaden war es dennoch nicht, denn so konnte ich den Sonnenprinz auch mal probieren. Und ich kann euch sagen: SEHR fein! Keine Ahnung, wie man so etwas herstellt, aber da steckt offensichtlich viel Handarbeit und Liebe zum Detail drin.

Hier sind die Ergebnisse:

Fotografiert habe ich mit zwei Blitzlampen und Softboxen. Der erste Blitzkopf erzeugt Gegenlicht von hinten, der zweite ist als Hauptlicht für die Ausleuchtung des Produkts von vorne links zuständig. Rechts habe ich noch einen kleinen weißen Karton platziert, der dafür da ist, dass die andere Seite leicht aufgehellt wird. That´s it!

Die Bildbearbeitung war leider etwas aufwendiger, da ich doch einige abgebrochene Spitzen per Photoshop wieder ankleben musste – ganz schöne Fummelei…

Das war heute die Pflicht – demnächst kommt die Kür, wenn ich mit dem Sonnenprinz dann Food-Stills produziere.

 

Werte Leserschaft,
heute stelle ich einen Fotografen vor, dessen Bilder mich seit geraumer Zeit faszinieren: Joachim Schmitt aus Friolzheim. Unter dem Leitspruch “Nichts ist schöner als der Augenblick” bietet Schmitt Hochzeitsfotografie der besonderen Art. Besonders deshalb, weil die Fotos qualitativ sehr hochwertig sind und eine Natürlichkeit ausstrahlen, die gerade in der Hochzeitsfotografie ihresgleichen sucht. Natürlich kocht auch dieser Fotograf nur mit Wasser. Was ihn aber zu einem außergewöhnlich guten Fotografen macht, ist sein Blick für Stimmungen und Details. Seine Fotos wirken wie Momentaufnahmen mit hoher Authentizität, bei denen man den Eindruck gewinnt, “dabei” gewesen zu sein.

Da ich davon ausgehe, dass hier wenig dem Zufall überlassen wird und seine Bilder nicht einfach dadurch entstehen, in dem er glücklicherweise zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist, interessiert es mich, etwas mehr über ihn und seine fotografischen Herangehensweisen zu erfahren.

Hochzeitsfotograf Joachim Schmitt im Interview:

Hallo Joachim. Herzlichen Dank, dass du bereit bist, ein wenig von deinen Erfahrungen als Hochzeitsfotograf zu berichten. Bist du gelernter Fotograf oder „Quereinsteiger“? Seit wann fotografierst du professionell?

Ich habe die Fotografie nicht gelernt, sondern mir in den letzten Jahren selber beigebracht und hatte damit Erfolg. Also machte ich meine Leidenschaft zum Beruf. Ich fotografiere seit ca. 5 Jahren und seit 2 Jahren professionell. Erst Portraitfotografie, später Künstler- und Hochzeitsfotografie.

People-Fotografen gibt es ja wie Sand am Meer. Wie bist darauf gekommen, dich gerade für die Hochzeitsfotografie zu spezialisieren?

Wie du schon selbst angemerkt hast, gibt es in dem Bereich sehr viele Amateurfotografen, die für kleines Geld oder auch ohne Bezahlung Portraitfotografie anbieten. Daher ist es sehr schwer, ohne Agentur einen regionalen Marktanteil zu bekommen, um davon leben zu können. Die Preise sind so weit unten, dass es utopisch wäre, in dem Bereich Fuß zu fassen. Die Hochzeitsfotografie enstand durch Freunde, die mich baten, sie mal zu knipsen – was ich dann auch tat. Allerdings gefielen mir die Bilder nicht, da ich nicht die notwenige Technik besaß. Mittlerweile habe ich diese und siehe da – die Bilder sind technisch fast perfekt. Mir selbst macht es sehr viel Spass, Menschen in diesen Situationen zu fotografieren, da sie einmalige Emotionen bieten, die sie so eigentlich nirgends finden. Daher habe ich mich in dem Bereich spezialisiert, da mich die professionelle Hochzeitsfotografie sehr anspricht und natürlich auch mehr Kapital in den Geldbeutel spült.

Einen großen Teil deiner Bilder produzierst du in Schwarzweiß. Ist das jeweils deine eigene und freie Entscheidung oder machst du das nur im Auftrag deiner Kunden?

Ich liebe die Schwarzweiß-Fotografie und lehne mich da gerne an Greg Gorman an, der mich sehr inspiriert hat, was die Art der Lichtführung anbelangt. Ich empfinde Bilder in Schwarzweiß als sehr gewaltig und sehe in Ihnen eine eigene Art der Bildsprache. Daher ist meine Domäne die Schwarzweiß-Fotografie mit starken Kontrasten. Genau dafür werde ich auch regelmäßig gebucht.

Mit welcher Ausrüstung fotografierst du? Bevorzugst du bestimmte Objetive bzw. Brennweiten?

Ich besitze derzeit folgende Ausrüstung:

Canon 5D Mark II
Canon EF 70-200mm 1:2.8 L IS II USM
Canon EF 16-35mm 1:2.8 L
Sigma EX 105mm 1:2.8
Canon EF 50 mm 1: 1.8
Canon EF 35-105mm
Blitzanlage mit Hindergrundsystem (die ich aber fast nie nutze)
Canon Speedlight 580EX

Arbeitest du überwiegend mit Available Light oder nutzt du auch mobiles Blitzlicht?

Ich arbeite nur mit dem Licht das mir vor Ort zur Verfügung steht, d.h. Tageslicht oder Raumlicht. Auf Abendveranstaltungen muss ich manchmal auf das Speedlight ausweichen, denn mit ISO 6000 zu ballern sieht nicht sehr spannend aus.

Du bietest über deine Website Hochzeitsfotografie im amerikanischen Stil an. Kannst du kurz und prägnant erläutern, worin genau der Unterschied zur klassischen europäischen Variante besteht?

Die Hochzeitsfotografie wie ich sie praktiziere, ist sehr stark in den USA vertreten. Sie wirkt nie gestellt, eher romantisch und situationsbedingt. Ich lege sehr großen Wert auf authentische Bildsprache. Ein Braut sollte nicht lachen weil es der Fotograf sagt, sondern weil es eben die Situation hervorbringt.

Arbeitest du bei Hochzeiten allein oder grundsätzlich im Team bzw. mit Assistenz? Bei welcher Arbeitsweise siehst du mehr Vorteile bzw. worin bestehen diese konkret?

Ich arbeite immer alleine, damit ich meine Intuition und meine Sinne voll einsetzten kann, um die schönsten Situationen zu erkennen und letztendlich auch festzuhalten.

Deine Bilder haben einen unverkennbaren Look. Welchen Stellenwert hat für dich die Bildbearbeitung? Nutzt du Lightroom, Photoshop oder beides?

Leider geht es nicht ganz ohne Bildbearbeitung mit Lightroom oder Photoshop. Ich nutze beides, da ich nur im RAW-Format fotografiere, um später kleine Korrekturen wie z.B. Kontraste etc. auszuarbeiten.

Bei einer Hochzeitsreportage kommen ja im Lauf eines Tages eine Menge Bilder zusammen. Wie hoch würdest du im Vergleich zur Fotografie den Bildbearbeitungsanteil einschätzen?

Die Bildbearbeitung ist im Verhältnis zu einer Tages-Reportage etwa im Gleichgewicht.

Gibt es ein paar ganz heiße Tipps für angehende Hochzeitsfotografen? Worauf sollte man achten und was empfiehlt sich eher nicht?

Man sollte immer versuchen, auf die einzelnen Personen einzugehen, um die Seiten kennenzulernen, bei denen sie am schönsten präsentabel sind. Ansonsten lasst die Akteure selbst agieren und versucht, die Natürlichkeit in Ihnen darzustellen und festzuhalten, ohne Ihnen festgelegte Posen einzutrichtern. Dann gelangt man sehr schnell zu schönen Bildergebnissen.


Website:
www.joachimschmitt.com/
Facebook:
www.facebook.com/HochzeitsfotografieJoachimSchmitt
www.facebook.com/Joachim.schmitt.photography

 

Liebe Leute,
am Wochenende war ich als Hausfotograf für die Freiburger Tanzschule Gennaro & Cristian unterwegs, um die Süd-/Südostdeutschen Hip Hop-Meisterschaften 2012 zu fotografieren. Events fotografiere ich ja eher selten, aber da ein Kollege verhindert war, bin ich kurzfristig eingesprungen. Veranstaltet wurde der Contest von der TAF – The Actiondance Federation Germany. Ausrichter war die G&C Hip Hop Company. Die Kategorien waren in verschiedenen Altersklassen unterteilt in Solotänzer, Duos, Gruppen und Formationen. Etwa 350 Tänzer und Tänzerinnen waren am Start. Hier ein paar Eindrücke:

Wie man sich vorstellen kann, war die Geräuschkulisse extrem – vor allem wenn gefühlt 500 Mädels gleichzeitig kreischen, weil gerade ein gutaussehender Bursche seine Show auf der Tanzfläche präsentiert. Leider hatte ich keine Ohrstöpsel dabei…

Ob man Hip Hop mag oder nicht – eins muss man den Tanzsportlern lassen: sie sind ziemlich cool und ihre Körperbeherrschung und Koordinationsfähigkeiten waren schon beeindruckend.

Bis ich alle Bilder sortiert und einem Schnell-Check unterzogen habe, werde ich vermutlich noch ein Weilchen brauchen…

So long und einen schönen Tag allerseits!

 

Photoshop CS6 Release

Werte Blogleser,
nachdem die Beta-Version schon einige Wochen zum Download bereit steht, ist Adobe nun bereit, das brandneue Photoshop CS6 zu veröffentlichen.

Dass der Software-Schmiede aus Kalifornien nicht der ganz große Wurf gelungen ist, habe ich bereits in einem anderen Beitrag über die Test-Version beschrieben. Dennoch komme ich als “Early Adopter” und Photoshop-Freak nicht umhin, auf die aktuelle Version upzugraden, da es naturgemäß einige Entwicklungen gibt, die ich für überaus nützlich halte.

Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die Auslieferung wird ab ca. Mitte Mai vonstatten gehen.

Preise für Vollversionen:
Photoshop CS6 – ca. 950 €
Photoshop CS5 Extended – ca. 1367 €

Preise für Upgrades:
Photoshop CS6 – ca. 272 €
Photoshop CS5 Extended – ca. 474 €

Es soll Leute geben, die mit älteren Photoshop-Versionen oder gar mit Gimp gute Bilder produzieren, aber für mich ist es fast schon Pflicht, auf dem neuesten Stand zu bleiben, was die Bildbearbeitung anbelangt – und dazu gehört schließlich die entsprechende Software…

Was meint ihr dazu? Steigt ihr ebenfalls um?

 

Blendwerk im Interview auf Blogprofis.de

Liebe Leute,
heute freue ich mich sehr über die gestrige Veröffentlichung eines Interviews, das ich vor ein paar Tagen auf blogprofis.de gegeben habe. Der Kontakt zum Betreiber dieses sehr erfolgreichen Blogportals kam durch meine Rezension des Buches Blog Boosting zustande. Zufälligerweise lebte Michael Firnkes in Freiburg, bevor er seine Zelte nahe Berlin aufgeschlagen hat. Sowas verbindet ja bekanntlich… :)

Natürlich war ich sehr gerne bereit für ein Interview, bei dem ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern konnte…

Das Interview in voller Länge findet ihr hier:
http://www.blogprofis.de/blogger-vorgestellt-der-blendwerk-fotoblog-von-wolfgang-armbruster/6099/

Viel Spaß beim Lesen! Feedback hier wie dort erwünscht…

 

Photoshop-Plugin-Tipp: “Rays”

Liebe Blogleser,
heute möchte ich ein Plugin für Photoshop vorstellen, das es mir wirklich angetan hat: Rays von Digital Film Tools. Dieses Plugin habe ich mir vor einigen Wochen für 50 $ heruntergeladen. Seither nutze ich es eigentlich recht häufig, um Lichteffekte zu verstärken oder zu erzeugen. Ganz praktisch kann man mit Rays Lichtstrahlen in ein Bild einfügen.

Der Umgang mit dem Plugin ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit etwas Übung lassen sich damit fantastische Ergebnisse erzielen. Mit einem Beispiel möchte ich das mal veranschaulichen. Dazu nehme ich einen Ausschnitt aus einem Bild, das ich vorgestern in meinem Beitrag über das Motorrad-Shooting gepostet hatte. Im Plugin selbst, das sich direkt in Photoshop als Filter installieren lässt, gibt es einige Einstellungsmöglichkeiten.

Links seht ihr den Bildausschnitt vor dem Einfügen der Lichtstrahlen und rechts einen Screenshot bei der Bearbeitung mit dem Rays-Plugin.

Nach dem Einfügen dieses Lichteffekts und dem Ausmaskieren an störenden und unpassenden Stellen sieht das Ergebnis dann so aus:

Damit ihr euch noch besser vorstellen könnt, was mit dem Tool alles möglich ist, zeige ich hier ein Tutorial-Video von Digital Film Tools:

Dezent eingesetzt lassen sich wirklich tolle Effekte zaubern. Man spart sich mit dem Tool ziemlich fummelige Arbeiten in Photoshop. Einziges Manko ist, dass sich der Filter nicht non-destruktiv nutzen lässt, sondern nur auf Pixelebenen funktioniert. Aber die vielen Einsatzmöglichkeiten trösten darüber hinweg. Für mich ist das Rays-Plugin eine Empfehlung wert – eine Investition, die sich lohnt…

 

Liebe Blogleser,
einen Monat lang konnten fotocommunity-Mitglieder über den besten Fotoblog Deutschlands abstimmen. Zur Wahl standen ca. 60 Blogs, die sich mit dem Thema Fotografie in allen Schattierungen befassen.

Die Umfrage hatte ich fast schon wieder vergessen, bis ich heute morgen überrascht festgestellt habe, dass die Wahl gestern zu Ende gegangen ist. Erreicht habe ich einen sensationellen 5. Platz!

Ich kann es fast gar nicht fassen, dass ich so weit vorne gelandet bin und eine gehörige Portion Stolz kann ich natürlich nicht verhehlen. Deshalb an dieser Stelle 1000 Dank an die fotocommunity und deren Mitglieder, die an der Wahl teilgenommen haben.

Hier die Ergebnisse der Umfrage “Bester Fotoblog des Jahres:

1. neunzehn72
2. Der Stilpirat
3. Kwerfeldein
4. Fotografr
5. Blendwerk Freiburg
6. ddpix.de
7. clickpix.eu
8. Alltag eines Fotoproduzenten
9. visuelleGedanken
10. lens-flare.de

Die drei ersten Plätze sind wohl keine Überraschung, da es sich hier um echte Schwergewichte unter den Foto-Blogs handelt. Dieses tolle Ergebnis spornt mich an, meinen Blog weiter zu pflegen und Augen wie Ohren offen zu halten für spannende Fotografie-Themen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil meines Blogs weiterhin die Präsentation meiner eigenen fotografischen Arbeiten sein. Technik- und Portfolio-Tipps, Bildbearbeitung oder Buchvorstellungen werden ebenfalls inhaltliche Schwerpunkte bleiben.

Da Weblogs naturgemäß von Feedback, Austausch und Kritik leben, freue ich mich über jeden, der sich die Mühe macht, in meinen Artikeln Kommentare zu hinterlassen, auch wenn sich heutzutage einiges an Kommunikation auf Facebook verlagert hat. Dank der Wahl zum fünftbesten Foto-Blog des Jahres 2012 hat meine Facebook-”Fanpage” sogar einen richtigen “Gefällt mir”-Schub erhalten. Auch meine Feed-Statistik hat einen kleinen Hüpfer gemacht.

So, jetzt muss ich diese schöne Platzierung erst mal etwas verdauen…