Liebe Blogleser,
heute poste ich einen etwas ungewöhnlichen, an die Fotografen- und Photoshopper-Gemeinde gerichteten Aufruf:

Schreibe deinen eigenen Artikel auf www.blendwerk-freiburg.de/blog

Du verfügst über besonderes Know-how in den Bereichen Fotografie und/oder Bildbearbeitung?
Du bist ein Community-Mensch?
Du möchtest dein Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen?
Du schreibst gerne Texte, spannend und flüssig?

Dann bist du auf meinem Portal als Gastschreiber herzlich willkommen!

Voraussetzungen:

- Artikel zu einem speziellen Thema – nicht zu allgemein!
- nicht mehr als 500 Wörter
- max. 2 Links (zur eigenen Website und z.B. zur Facebook-Seite)
- keine Mehrfach-Veröffentlichung des Artikels

Was hast du davon?

- kostenlose Publicity
- kostenlose Publicity
- kostenlose Publicity

Ich möchte hiermit ausdrücklich Community-Leute und Blogger ansprechen, die in den oben genannten Bereichen “zu Hause” sind. An kommerziellem Product Placement bin ich nicht interessiert.

Richtet eure Anfragen zur vorherigen Absprache bitte per Mail an info@blendwerk-freiburg.de

Also auf geht´s – traut euch!

Liebe Blogleser,
auf mehrfachen Wunsch stelle ich heute die Frequenztrennungstechnik in der Beauty-Retusche etwas genauer vor. Allerdings habe ich mich dagegen entschieden, ein Tutortial zu verfassen, da es dazu massig Informationen im Netz gibt. Bei der Google-Suche “Photoshop Frequenztrennung” erhält man zahlreiche mehr oder weniger interessante Ergebnisse – unter anderem auch Video-Tutorials. Deshalb gehe ich nur bedingt auf die einzelnen Technik-Schritte ein.

Da ich allerdings recht unterschiedliche Workflows gefunden habe, hat es mich dann doch näher interessiert, worin die Unterschiede in den Bildresultaten liegen. Und siehe da: die Unterschiede sind gar nicht so gering. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit behaupte ich, dass es sich insgesamt um drei verschiedene Herangehensweisen handelt.

Interessant wurde es allerdings erst, nachdem ich alle drei Techniken an ein und dem selben Ausgangsfoto getestet hatte. Dazu hatte ich zunächst in meinen Archiven gekramt und mich für ein Foto aus einem Model-Sharing im Studio entschieden. Da die Gesichtshaut in der Regel am meisten Unreinheiten vorweist, habe ich den Ausschnitt des Originals entsprechend gewählt und beschnitten. Danach habe ich alle drei mir bekannten Bearbeitungsvarianten durchgeführt.

Das Ausgangsfoto:



Variante 1:

Quelle: Video-Tutorial von Vicco Gallo

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “weich” – Filter: Helligkeit interpolieren mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “Hochpass” – Modus “ineinanderkopieren” – Filter: Hochpass mit 3px
4. auf Hochpass-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
5. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
6. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
7. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
8. nach Bedarf: Dodge&Burn
9. Ebenen gruppieren und auf schwarzer Maske wieder einpinseln

Das Ergebnis:

Sieht schon recht gut aus, aber das Ergebnis ist für meinen Geschmack zu weich und zu puppenhaft. Etwas Besserung lässt sich erzielen, indem man den Filter “Helligkeit interpolieren” mit einem geringeren Wert anwendet.

Variante 2:

Quelle: Tutorial von Jonas Wendorf

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “LOW” – Filter: Helligkeit interpolieren mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “HIGH” – Modus “lineares Licht”
4. auf High-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
5. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
6. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
7. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
8. nach Bedarf: Dodge&Burn
9. Ebenen gruppieren

Das Ergebnis:

Dieses Resultat gefällt mir schon viel besser, da aus der Originalstruktur mehr erhalten ist. Stellenweise ist es mir aber fast schon zu grob, was aber auch daran liegen mag, dass ich hier nicht sauber genug retuschiert habe.

Variante 3:

Quelle: Calvin Hollywood

1. Hintergrund-Ebene 2x kopieren
2. untere Ebene umbenennen in “Tonwerte” – Filter: Gaußscher Weichzeichner mit 10px
3. obere Ebene umbennen in “Strukturen” – Bild, Korrekturen, Helligkeit/Kontrast: Kontrast -50 (Häkchen bei “früheren Wert verwenden”)
4. Modus “lineares Licht” – Filter: Hochpass mit 10px
5. auf Strukturen-Ebene Hautstörungen entfernen mit Stempel oder Reparaturpinselwerkzeug
6. nach Bedarf: 2 leere Ebenen zwischen unterer und oberer Ebene erstellen – 1. leere Ebene im Modus “normal” – 2. leere Ebene im Modus “Farbe”
7. nach Bedarf: Helligkeitsunterschiede korrigieren auf der Normalebene
8. nach Bedarf: Farbkorrekturen der Haut durchführen auf der Farbe-Ebene
9. Ebenen gruppieren
10. Workflow “Haut abpudern” nach Calvin Hollywood – siehe DVD Calvinize III

Das Ergebnis:

Diese Variante sagt mir persönlich am meisten zu, da sich damit eine sehr ausgeglichene Mischung aus Hautglättung und Strukturerhaltung erzielen lässt.

Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen habe ich hier noch mal das Ausgangsfoto und alle drei Varianten zusammengefasst:

Entscheidet selbst, welche Technik euch am besten gefällt. Entschuldigt bitte meine relativ oberflächliche Bearbeitung. Mit etwas mehr Geduld und Genauigkeit lassen sich damit auf jeden Fall perfekte Beauty-Retuschen durchführen.

Ergänzungen, Korrekturen oder Fragen nehme ich gerne entgegen. In diesem Sinne – bis bald… :)

Beauty-Retusche mit Frequenztrennung

Liebe Blogleser,
die Frequenztrennung in der Beauty-Retusche respektive bei der Hautbearbeitung geistert ja nun schon seit längerer Zeit quer durch die Photoshopper-Szene. Ich gebe zu, dass diese Bearbeitungstechnik für mich bislang eher ein Mysterium war. Verschiedene Tutorials durchzuackern und entsprechende Aktionen in PS zu laden brachte mich leider nicht viel weiter. Letztlich war es wieder einmal Calvin Hollywood, bei dem ich die Anwendung dieser Technik gelernt und vor allem verstanden habe. Da es sich hierbei zum Glück um kein Geheimnis handelt, zeige ich einen Vorher-Nachher-Vergleich:

Vorher: “out of the cam” // Raw-Format // ohne Konvertierung
Nachher: Raw-Konvertierung // Frequenztrennung // Haut “abpudern” // Dodge&Burn // Tonwertkorrektur // NikFilter

Und so sieht das Endresultat aus:

Ich habe hier ausdrücklich keine HighEnd-Retusche vorgenommen, sondern mich auf das wesentliche beschränkt. Beim Betrachten des finalen Bildes fallen natürlichen noch einige Optimierungsmöglichkeiten auf.

Das Tolle bei der Frequenztrennung ist, dass man Hautunreinheiten, Pickelchen usw. retuschieren kann, ohne die Originalstruktur der Haut zu zerstören. Super Sache!

Photoshop CS6 Sneek Peeks

Liebe Blogleser,
bei Adobe rumort es gewaltig. Im Laufe des Jahres wird es eine neue Photoshop-Version geben: Adobe Photoshop CS6.

Leider erfährt man noch nicht wirklich viel, was Adobe an neuen Features einbinden wird. Was bisher offiziell an Informationen veröffentlicht wurde, sieht noch recht dürftig aus.

Aber ich bin sicher, die Software-Heinis werden sich bis zum Release noch einiges einfallen lassen.

Unschön finde ich, dass ein Upgrade wohl nur noch von CS5 möglich sein soll. Mit älteren Versionen geht das angeblich nicht mehr. So vergrault man Kunden.

Halbgare Gerüchte zu weiteren Funktionen gibt es im Netz zuhauf. Falls jemand nähere Informationen zu CS6 hat, lasst es mich wissen…

6 Gründe warum Lightroom überflüssig ist

Werte Blogleser,
zugegeben: der Titel des heutigen Artikels ist durchaus provokativ und wird bei einigen Lesern Kopfschütteln und Unverständnis verursachen. Vielleicht werden Lightroom-Fans böse Kommentare schreiben oder mich gar lynchen wollen. Aber sei´s drum. Ich bin ja hier der Chef und darf ausposaunen was ich möchte.

Warum Lightroom überflüssig ist und von meinem Rechner wieder verschwunden ist, erläutere ich in aller Kürze und in wenigen Worten:

Grund 1 – Stapelverarbeitung
Ich produziere keine Bilderserien aus Hunderten von Fotos mit ein und derselben Kameraeinstellung und identischen Lichtverhältnissen. Falls doch: mit Adobe Camera Raw kann ich beliebig viele Raw-Dateien genauso schnell und effizient für Adobe Photoshop vorbereiten, wo dann der Hauptteil der Bearbeitung stattfindet. Wozu also Lightroom?

Grund 2 – Struktur
Lightroom ist nicht übersichtlich konzipiert. Eine intuitive Bedienung ist nahezu unmöglich. Lightroom hat ein völlig anderes Grundgerüst als z.B. Photoshop. Ich möchte mich nicht wochenlang in eine neue Software einarbeiten. Ich nutze meine Zeit besser, in dem ich fotografiere und die Bilder ordentlich in Photoshop entwickle. Wozu also Lightroom?

Grund 3 – Günstige Bildbearbeitungsalternative
Stimmt. Aber nur, falls ich mit einem Bruchteil der Möglichkeiten, die Photoshop bietet, zufrieden bin. Ich persönlich bin es nicht. Wozu also Lightroom?

Grund 4 – Bildverwaltung
Mit Lightroom lassen sich größere Bildbestände unter Zuhilfenahme von Bibliotheken, Katalogen, Stichwörtern usw. verwalten, was die Suche nach bestimmten Bildern verkürzt. Ich selbst habe eine für mich passende Verwaltungsstruktur mit klar benannten Ordner- und Dateibezeichnungen. Damit weiß ich jederzeit, wo ich welches Foto finde. Wozu also Lightroom?

Grund 5 – Bildbetrachtung
Lightroom stellt Bilder übersichtlich dar und man kann zwischen unterschiedlichen Ansichten wählen. Adobe Bridge macht im Prinzip nichts anderes und ist in Photoshop integriert. Wozu also Lightroom?

Grund 6 – Tethered Shooting
Mit Lightroom lässt sich die Kamera fernsteuern und Bilder können während eines Shootings direkt auf dem Rechner angezeigt werden. Mit Software von Kameraherstellern wie z.B. Canon EOS Utility erhalte ich in Verbindung mit der Bridge dieselbe Lösung. Wozu also Lightroom?

Fazit:
Wenn ich also Photoshop besitze, verfüge ich automatisch über die Bordmittel Bridge und Camera Raw. Damit kann ich alle wichtigen Aufgaben erledigen, was das Post Processing erforderlich macht. Klar: Photoshop kostet ne Stange Geld. Warum sollte ich aber weitere 300 Euro regulär für eine Software ausgeben, die nicht wirklich notwendig ist?

Es gibt sicher individuell berechtigte Gründe für die Nutzung von Lightroom. Wenn ich mir Photoshop z.B. nicht leisten kann oder will und damit zufrieden bin, an meinen Fotos nur geringe Optimierungen vorzunehmen, lohnt sich dieses Progrämmchen. Leider fallen mir keinerlei weitere ernstzunehmende Gründe für eine solche Anschaffung ein.

So, und nun steinigt mich, belehrt mich eines Besseren oder ergänzt meine Ausführungen.

In diesem Sinne – bis bald… :)

Tags:
 

Teste dein Photoshop-Wissen

Liebe Blogleser,
heute bin ich auf eine Seite mit Suchtpotential gestoßen. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was ihr so an theoretischem Photoshop-Wissen drauf habt, dann macht den ultimativen Test – und zwar hier: http://smarterer.com/test/photoshop

Aber Obacht: der Test ist komplett in englischer Sprache, so dass ihr einige Fachtermini schon kennen solltet. Für jede Frage hat man lausige 20 Sekunden Zeit, so dass das Adrenalin mitunter ganz schön steigt. An längeren Fragen oder Begriffen, die ich nicht kannte, bin ich leider häufig gescheitert.

Der eigene Score lässt sich dann auch noch mit Facebook, Twitter & Co. verknüpfen, damit man bei seinen Followern prahlen oder sich schämen kann. Meiner liegt übrigens bei 470 (to be improved)

Probiert´s mal aus – macht höllisch Spaß…

Tags:
 

Gastartikel: Sumo Paint – Ein Photoshop-Fake?

Liebe Blogleser,
heute präsentiere ich nach längerer Zeit wieder einen Gastartikel – und zwar von Wojciech Dziedzic, Mitarbeiter bei der Website twago, einer Projektvermittlungsplattform für Freelancer und Unternehmen in den Bereichen Web & Programmierung, Medien & Design sowie Unternehmensservices. Im Artikel selbst geht es um das Online-Grafikprogramm Sumo Paint. Ich muss zugeben, dass ich das nette Progrämmchen bisher noch nicht kannte.

Hier der Artikel von Wojciech – vielen Dank dafür:
___________________________________________________________________________________

Sumo Paint – Ein Photoshop-Fake?

Adobe Photoshop ist unter anderem für viele Grafik- und Webdesigner die bevorzugte Software zur Bearbeitung und Erstellung digitaler Bilder. Es wurden hunderte von Büchern geschrieben und es sind noch mehr Tutorials im Internet veröffentlicht worden. Die Programmierer von Adobe haben sich viel Mühe gegeben und eine Unmenge verschiedener Funktionen erstellt. Diese professionelle Software hat für einige Nutzer nur einen kleinen Nachteil – sie ist kostenpflichtig. Für große Unternehmen ist ein solcher Kauf meistens kein großes Problem, aber für Freelancer oder Hobbygrafiker können die Anschaffungskosten sehr hoch sein.

Im Jahre 2007 ist solchen Nutzern die Firma Sumo LTD. entgegengekommen. Ihre Programmierer haben einen Online-Flash-basierten Editor erstellt. Dieser ist kostenlos und für jeden Nutzer zugänglich. Es gibt mittlerweile eine kostenpflichtige „Pro“ Version, die verschiedene Features ermöglicht, wie zum Beispiel Download einer Softwareversion, die zusammen mit Adobe AIR funktioniert. Auf den ersten Blick sieht Sumo Paint wie eine Fake-Version von Adobe Photoshop aus:

Wie man auf dem Screenshot sieht, ist die Anwendung schon in verschiedenen Sprachen verfügbar. Die Benutzeroberfläche kommt den Photoshop-Nutzern auch sehr bekannt vor. Neben äußeren Ähnlichkeiten hat Sumo im Vergleich zu Photoshop jedoch auch einige Mängel. Die Anwendung arbeitet nur mit JPGs, PNGs und GIFs und speichert die Dateien nur in zwei Formaten: JPG und PNG. Die Bilder kann man entweder auf der eigenen Festplatte speichern oder online auf dem eigenen Sumo-Account. Das hat den Vorteil, dass man die Dateien überall aufrufen kann, ohne daran denken zu müssen, diese auf einem externen Datenträger mitzunehmen. Obwohl man nur mit einigen Dateitypen arbeiten kann, ist Sumo Paint eine sehr gute Lösung, wenn man Fotos bearbeitet. Auch viele Grafik-Designer sind mit den Möglichkeiten dieser Anwendung sehr zufrieden. Sumo Paint bietet sehr viele Funktionen von Adobe Photoshop an, aber es ist eine andere Software. Wäre diese Anwendung ein aber tatsächlich Photoshop-Fake, würde sie bestimmt nicht mehr online existieren.

Wojciech Dziedzic
___________________________________________________________________________________

Ohne mit der Online-Software ausführlicher gearbeitet zu haben, glaube ich, dass Sumo Paint für professionelle Bildbearbeiter keine wirkliche Alternative ist. Für einfachere Arbeiten, wenn man z.B. unterwegs ist und kein Photoshop zur Verfügung hat, ist sie aber sicherlich eine interessante Option.

Der Gastartikel ist natürlich auch mit etwas Werbung für twago verknüpft, was für mich aber auch nicht weiter schlimm ist. Wenn euch der Link interessiert, klickt einfach mal drauf und wenn nicht, dann nicht…

In diesem Sinne – bis bald!