LEVITATION: “Neulich in der Supermarkt-Garage”
Liebe Blogleser,
obwohl das Bildgenre “Levitation” nicht mehr ganz neu und revolutionär ist, hatte ich seit längerem vor, selbst mal ein solches Foto zu produzieren. Ich mag diese Art von Bildern einfach sehr! Für alle, die Levitation noch nicht kennen, sei gesagt, dass es im weitesten Sinne um Bilder geht, in denen Personen frei schweben – also nicht zu verwechseln mit “Planking”, denn das kann ja jeder. Langer Rede kurzer Sinn – schaut euch mein Endergebnis einfach mal an (click to enlarge):
Als Idee schwebte (!) mir vor, eine Supermarktkundin von einem Einkaufswagen ziehen zu lassen – so von wegen Konsumterror, Kaufzwang usw. – ok ok, genug der Gesellschaftskritik
Kommen wir zum Wesentlichen:
Das finale Bild besteht eigentlich aus zwei Aufnahmen aus der exakt selben Position. Ein Stativ ist deshalb erforderlich. Wir müssen das Modell natürlich zunächst mal in eine schwebende Position bringen. Das lässt sich am besten mit einer einigermaßen stabilen Ablagemöglichkeit für die Person bewerkstelligen. Fotografiert habe ich bei einer Blende 5.0 mit einer Verschlusszeit von 1/100 und ISO 400. Bis das Posing und der Ausdruck stimmt brauchte es allerdings einige Anläufe.
Die nächste Aufnahme wird dann das eigentliche Ausgangsfoto. Sobald alle Personen und Hilfsmittel aus dem Bild verschwunden sind, sollte man mit denselben Kameraeinstellungen agieren und den zweiten Schuss tätigen. Der fotografische Teil ist damit schon beendet.
Die restlichen Arbeiten passieren dann in Photoshop. Nachdem die beiden Raw-Dateien mit denselben Werten konvertiert wurden, nehme ich zunächst das Ausgangsbild ohne die Personen und Hilfsmittel und entferne alle störenden Objekte. An einer Freistellung des Einkaufswagens komme ich in diesem Fall leider nicht vorbei, da ich eine realistische Bewegungsunschärfe im Hintergrund erzeugen wollte. Diesen speziellen Weichzeichnungseffekt wende ich auf das Gesamtbild an und blende ihn mit der aus der Freistellung gewonnenen Maske wieder aus. Die Räder des Wagens müssen auf einer separaten Ebene radial weichgezeichnet werden.
Im nächsten Schritt kümmern wir uns um das Modell. Wir nehmen also die erste der beiden Aufnahmen und stellen die Person sauber frei. Da die Haare des Modells durch den Ventilator leider nicht ausreichend in Wallung versetzt werden konnten, male ich mir auf einer leeren Ebene mit einer entsprechenden Pinselspitze eine wehende Mähne.
Die freigestellte Person fügen wir danach als separate Ebene in das Ausgangsfoto ein und versehen diese mit ein paar Retuschearbeiten wie z.B. einer Formgebung mittels Verflüssigen-Filter, etwas Hautbearbeitung sowie Dodge & Burn.
Zu guter Letzt kommen noch ein paar Farb- und Tonwertkorrekturen hinzu. Diesen Schritt habe ich mir durch den Einsatz des Nik-Filters “Cross Processing” deutlich erleichtert. In dem Fall habe ich den “C01″ verwendet, etwas die Deckkraft reduziert und da und dort wieder ausmaskiert.
That´s all – ready for levitation!!!
Mein Dank gebührt Eckhard, Nico und Marina für die Assistenz sowie Isabell-Maria fürs Modellschweben…
























































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