Fotos: Modelsharing Poisonivy

Liebe Leute,
nach dem gestrigen Review über das Model-Sharing vom Wochenende, gibt es heute die ersten fertig bearbeiteten Bilder von Jessy alias Model Poisonivy.

Auf besonderen Wunsch von Jessy erhält das erste Foto den Titel “Frizzi ruft an”. Dass Jessy während der Arbeitszeit mit ihrer Freundin telefoniert, fand ich schon ziemlich unverschämt. Die Zeit hätte ich ihr eigentlich von der Model-Gage abziehen sollen… ;)

Für das zweite Set nutzten wir eine neben dem Studio gelegene Halle, in der netterweise ein Radlader mit Zündschlüssel stand – wie praktisch! Für dieses Foto konnte ich meine 16-35mm-Linse endlich mal voll ausfahren. Die dadurch entstehenden Verzerrungen fand ich sehr spannend.

Da Jessy ein Model ist, das sich für nichts zu fein ist, nutzten wir für weitere Aufnahmen die Schaufel dieser hübschen Baumaschine. Dieses Foto habe ich mit dem wunderbaren 85er-Canon bei einer Blende f/1.4 aufgenommen.

Das dritte Set des Tages hatten wir wieder ins Studio verlagert. Das Lichtsetup ist für mich ein Klassiker, der immer funktioniert: Beauty-Dish von vorne, 2 Striplights mit Waben von schräg hinten, das Ganze vor grauem Hintergrund – fertig ist die Composing-Basis. Und sowas kommt dann dabei raus:

Vielleicht gefällt euch ja das eine oder andere Bild. Danke fürs Lesen und Gucken. Bis bald!

Gastartikel: Sumo Paint – Ein Photoshop-Fake?

Liebe Blogleser,
heute präsentiere ich nach längerer Zeit wieder einen Gastartikel – und zwar von Wojciech Dziedzic, Mitarbeiter bei der Website twago, einer Projektvermittlungsplattform für Freelancer und Unternehmen in den Bereichen Web & Programmierung, Medien & Design sowie Unternehmensservices. Im Artikel selbst geht es um das Online-Grafikprogramm Sumo Paint. Ich muss zugeben, dass ich das nette Progrämmchen bisher noch nicht kannte.

Hier der Artikel von Wojciech – vielen Dank dafür:
___________________________________________________________________________________

Sumo Paint – Ein Photoshop-Fake?

Adobe Photoshop ist unter anderem für viele Grafik- und Webdesigner die bevorzugte Software zur Bearbeitung und Erstellung digitaler Bilder. Es wurden hunderte von Büchern geschrieben und es sind noch mehr Tutorials im Internet veröffentlicht worden. Die Programmierer von Adobe haben sich viel Mühe gegeben und eine Unmenge verschiedener Funktionen erstellt. Diese professionelle Software hat für einige Nutzer nur einen kleinen Nachteil – sie ist kostenpflichtig. Für große Unternehmen ist ein solcher Kauf meistens kein großes Problem, aber für Freelancer oder Hobbygrafiker können die Anschaffungskosten sehr hoch sein.

Im Jahre 2007 ist solchen Nutzern die Firma Sumo LTD. entgegengekommen. Ihre Programmierer haben einen Online-Flash-basierten Editor erstellt. Dieser ist kostenlos und für jeden Nutzer zugänglich. Es gibt mittlerweile eine kostenpflichtige „Pro“ Version, die verschiedene Features ermöglicht, wie zum Beispiel Download einer Softwareversion, die zusammen mit Adobe AIR funktioniert. Auf den ersten Blick sieht Sumo Paint wie eine Fake-Version von Adobe Photoshop aus:

Wie man auf dem Screenshot sieht, ist die Anwendung schon in verschiedenen Sprachen verfügbar. Die Benutzeroberfläche kommt den Photoshop-Nutzern auch sehr bekannt vor. Neben äußeren Ähnlichkeiten hat Sumo im Vergleich zu Photoshop jedoch auch einige Mängel. Die Anwendung arbeitet nur mit JPGs, PNGs und GIFs und speichert die Dateien nur in zwei Formaten: JPG und PNG. Die Bilder kann man entweder auf der eigenen Festplatte speichern oder online auf dem eigenen Sumo-Account. Das hat den Vorteil, dass man die Dateien überall aufrufen kann, ohne daran denken zu müssen, diese auf einem externen Datenträger mitzunehmen. Obwohl man nur mit einigen Dateitypen arbeiten kann, ist Sumo Paint eine sehr gute Lösung, wenn man Fotos bearbeitet. Auch viele Grafik-Designer sind mit den Möglichkeiten dieser Anwendung sehr zufrieden. Sumo Paint bietet sehr viele Funktionen von Adobe Photoshop an, aber es ist eine andere Software. Wäre diese Anwendung ein aber tatsächlich Photoshop-Fake, würde sie bestimmt nicht mehr online existieren.

Wojciech Dziedzic
___________________________________________________________________________________

Ohne mit der Online-Software ausführlicher gearbeitet zu haben, glaube ich, dass Sumo Paint für professionelle Bildbearbeiter keine wirkliche Alternative ist. Für einfachere Arbeiten, wenn man z.B. unterwegs ist und kein Photoshop zur Verfügung hat, ist sie aber sicherlich eine interessante Option.

Der Gastartikel ist natürlich auch mit etwas Werbung für twago verknüpft, was für mich aber auch nicht weiter schlimm ist. Wenn euch der Link interessiert, klickt einfach mal drauf und wenn nicht, dann nicht…

In diesem Sinne – bis bald!

TION 2011 – Mitfahrerbörse Südbaden

Liebe Leute, am 24. und 25. September findet das diesjährige Community-Event TION 2011 für deutschsprachige Foto-, Bildbearbeitungs- und Photoshop-Fans in Köln statt.

Gemeinsam mit meinem Fotopartner Looking Sharp werde ich wieder daran teilnehmen. Wir werden am Freitag von Freiburg aus nach Köln anreisen und am Sonntagabend wieder zurückfahren. Wer noch ein Plätzchen gegen Fahrtkostenbeteiligung haben will, kann sich gerne unter info@blendwerk-freiburg.de melden.

Kurzentschlossene können sich hier über den Event informieren und noch Karten bestellen: http://www.tion2011.de

Die aktuellsten Infos gibt es auf der Facebook-Seite:
https://www.facebook.com/pages/TION-2011/130689040280507

Tags:
 

Levitation: Foto & Making-of

LEVITATION: “Neulich in der Supermarkt-Garage”

Liebe Blogleser,
obwohl das Bildgenre “Levitation” nicht mehr ganz neu und revolutionär ist, hatte ich seit längerem vor, selbst mal ein solches Foto zu produzieren. Ich mag diese Art von Bildern einfach sehr! Für alle, die Levitation noch nicht kennen, sei gesagt, dass es im weitesten Sinne um Bilder geht, in denen Personen frei schweben – also nicht zu verwechseln mit “Planking”, denn das kann ja jeder. Langer Rede kurzer Sinn – schaut euch mein Endergebnis einfach mal an (click to enlarge):

Als Idee schwebte (!) mir vor, eine Supermarktkundin von einem Einkaufswagen ziehen zu lassen – so von wegen Konsumterror, Kaufzwang usw. – ok ok, genug der Gesellschaftskritik ;) Kommen wir zum Wesentlichen:

Das finale Bild besteht eigentlich aus zwei Aufnahmen aus der exakt selben Position. Ein Stativ ist deshalb erforderlich. Wir müssen das Modell natürlich zunächst mal in eine schwebende Position bringen. Das lässt sich am besten mit einer einigermaßen stabilen Ablagemöglichkeit für die Person bewerkstelligen. Fotografiert habe ich bei einer Blende 5.0 mit einer Verschlusszeit von 1/100 und ISO 400. Bis das Posing und der Ausdruck stimmt brauchte es allerdings einige Anläufe.

Die nächste Aufnahme wird dann das eigentliche Ausgangsfoto. Sobald alle Personen und Hilfsmittel aus dem Bild verschwunden sind, sollte man mit denselben Kameraeinstellungen agieren und den zweiten Schuss tätigen. Der fotografische Teil ist damit schon beendet.

Die restlichen Arbeiten passieren dann in Photoshop. Nachdem die beiden Raw-Dateien mit denselben Werten konvertiert wurden, nehme ich zunächst das Ausgangsbild ohne die Personen und Hilfsmittel und entferne alle störenden Objekte. An einer Freistellung des Einkaufswagens komme ich in diesem Fall leider nicht vorbei, da ich eine realistische Bewegungsunschärfe im Hintergrund erzeugen wollte. Diesen speziellen Weichzeichnungseffekt wende ich auf das Gesamtbild an und blende ihn mit der aus der Freistellung gewonnenen Maske wieder aus. Die Räder des Wagens müssen auf einer separaten Ebene radial weichgezeichnet werden.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns um das Modell. Wir nehmen also die erste der beiden Aufnahmen und stellen die Person sauber frei. Da die Haare des Modells durch den Ventilator leider nicht ausreichend in Wallung versetzt werden konnten, male ich mir auf einer leeren Ebene mit einer entsprechenden Pinselspitze eine wehende Mähne.

Die freigestellte Person fügen wir danach als separate Ebene in das Ausgangsfoto ein und versehen diese mit ein paar Retuschearbeiten wie z.B. einer Formgebung mittels Verflüssigen-Filter, etwas Hautbearbeitung sowie Dodge & Burn.

Zu guter Letzt kommen noch ein paar Farb- und Tonwertkorrekturen hinzu. Diesen Schritt habe ich mir durch den Einsatz des Nik-Filters “Cross Processing” deutlich erleichtert. In dem Fall habe ich den “C01″ verwendet, etwas die Deckkraft reduziert und da und dort wieder ausmaskiert.

That´s all – ready for levitation!!!

Mein Dank gebührt Eckhard, Nico und Marina für die Assistenz sowie Isabell-Maria fürs Modellschweben…

Rezension Calvinize IV – Behind the Scenes

Liebe Blogleser,
vor kurzem veröffentlichte Calvin Hollywood seine aktuelle Lern-DVD “Calvinize IV”. Als treuer Anhänger seines Bildstils und als aufmerksamer Beobachter seiner Entwicklung ließ ich mir den Erwerb der DVD natürlich nicht entgehen. Nun habe ich mir das Scheibchen genauer angeschaut und berichte ein wenig über die Inhalte und davon, was ich darüber denke.

Zunächst mal vorneweg: die DVD ist kein reines Photoshop-Video-Seminar wie man es von den bisherigen DVDs “Calvinize I-III” kennt. Wer also nach Bildbearbeitungs-Grundlagen sucht ist hier definitv falsch, sondern sollte sich die genannten ersten drei Calvinize-DVDs zulegen. Auch wer sich für Lichtführungs-Basics interessiert, wird hier lediglich einige allgemeine Anregungen finden. Diesbezüglich würde ich persönlich Calvins DVD “Mit Licht gestalten” empfehlen, die in Zusammenarbeit mit Matthias Landsgesell entstanden ist.

Diese DVD soll vielmehr einen Einblick hinter die Kulissen bei der Umsetzung von vier Foto-Produktionen ermöglichen. Inhaltlich ist alles sehr klar strukturiert, so dass man sich schnell auf der DVD zurechtfindet. Jede einzelne Produktion ist dabei nach demselben Schema gegliedert, was die Übersichtlichkeit deutlich erleichtert.

Die vier Auftragsarbeiten erstrecken sich über ein Model-Sedcard-Shooting, Werbeaufnahmen für einen Tänzer und für einen Golfspieler sowie Image-Bildern für eine KfZ-Werkstatt. In den einzelnen Videokapiteln erläutert Calvin, wie er an die jeweilige Aufgabe herangeht bzw. was es dazu an Vorbereitungen braucht. In den nächsten Schritten dürfen wir Calvin bei seinen Shootings im Studio oder On Location begleiten. Dabei erklärt er dem Zuschauer, warum er welches Lichtsetup nutzt, setzt den fotografischen Teil um und vermittelt, wie er zu seiner Bildauswahl gelangt. Im letzten Abschnitt behandelt Calvin seinen Photoshop-Workflow. Hierbei geht es, wie man sich denken kann, um Bildbearbeitung im typischen Calvin-Hollywood-Look.

Für Calvin-Hollywood-Junkies wie ich es einer bin, wird die DVD möglicherweise nicht sehr viel Neues zutage fördern. Auch Calvin kann das Rad nicht ständig neu erfinden, so dass sich viele Photoshop-Techniken bereits auf seinen bisherigen Video-Tutorials finden lassen. In Bezug auf den fotografischen Part wird die DVD bei Fotografen, die es gewohnt sind, mit Studioblitzanlagen zu arbeiten, ebenfalls keine Revolution entfachen. Ich sehe die DVD deshalb eher als Ergänzung bzw. als guten Einstieg in die Materie und würde sie sozusagen dem “fortgeschrittenen Anfänger” empfehlen. Wer Calvins authentische und sympathische Art noch nicht persönlich kennt, wird beim Durcharbeiten der DVD sicherlich Lust bekommen, künftig bei einem seiner zahlreichen Workshops teilzunehmen, was ich nur jedem ernsthaft ans Herz legen kann.

In Sachen Bildbearbeitung hat mich persönlich niemand so inspiriert und weitergebracht wie Calvin Hollywood. Ob man diese DVD haben MUSS oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden. Wie schon erwähnt, sind aber für mich seine Seminare sowie die ersten drei DVDs der Calvinize-Reihe absolut unverzichtbar.

Die DVD hat eine Laufzeit von 4 Stunden und ist bei Calvin Hollywood im Store oder bei Video2Brain erhältlich. Preis: 42,00 Euro incl. Versand.

Ein Schmankerl zum Schluss:
In Kürze wird es exklusiv hier im Blog eine Calvinize IV-DVD zu gewinnen geben! Was ihr dafür tun müsst, werde ich zur gegebenen Zeit verraten. Stay tuned!

Neue Coachings & Workshops

Liebe Leute,
heute gibt es ein paar Infos und Ankündigungen zu neuen Coachings und Workshops.

Die Einzelcoachings sind bereits gebucht. Die Workshops sind teilweise noch in der Planungsphase. Sobald es dazu etwas neues gibt, werde ich es zur gegebenen Zeit mitteilen.

Einige weitere Workshops und Seminare, unter anderem mit bekannten Referenten, stecken noch in der Pipeline – aber eins nach dem anderen… ;)

13. Juli 2011:
Studiofotografie-Einzelcoaching mit Norbert Menn
Themen: Umgang mit dem Modell, Setups mit bis zu 3 Lichtquellen, Einsatz von Reflektoren
Model: Celinya Fernandez

Juli/August 2011 (genauer Termin noch offen):
Aktfotografie-Einzelcoaching mit Mathias Hartung aus Basel
Themen: “Fine Art Nude”, Bodypart, Körperlandschaften, Lichtsetups für SW-Aufnahmen
Model: Bewerbungen werden noch entgegengenommen

Juli/August 2011 (genauer Termin noch offen):
Photoshop-Einzelcoaching mit creativ-work
Themen: Beauty-Retusche, einfache Composing-Methoden

August/September 2011 (genauer Termin noch offen):
Workshop “Low-Budget-Fotografie” – Outdoor und On Location
Themen: Fotografieren mit manuellen Aufsteckblitzen, Reflektoren und anderem günstigen Zubehör
Ausschreibung folgt!
Referenten: Blendwerk Freiburg und Looking Sharp
Model: Celinya Fernandez

4. September 2011 (voraussichtlich):
“Regen”-Workshop im Stil von GNTM – On Location
Ausschreibung folgt!
In Kooperation mit Fotostudio Flashback
Models: Tracy Schulz, 1-2 weitere Modelle werden noch gesucht

Bleibt also am Puls der Zeit und schaut wieder rein!

Lightroom 3

Liebe Blogleser!
Der heutige Artikel kommt inhaltlich vielleicht etwas dröge daher. Wer sich dennoch nicht abschrecken lässt, möge gerne weiterlesen.

Lange Zeit habe ich es einfach nicht eingesehen, mal so eben 300 Öcken für eine Software namens Lightroom auszugeben. Schließlich gibt es ja Photoshop mit der integrierten Bildverwaltungsanwendung “Bridge” sowie dem RAW-Konverter “Adobe Camera Raw”.

Wozu also diese Anschaffung? Zum einen gibt es die Software beim EDV-Buchversand in begrenzter Anzahl zur Zeit für 99,- Euro zuzüglich einer geringen Versandgebühr. Zum anderen soll Lightroom angeblich doch einige Vorzüge gegenüber den Photoshop-Bordmitteln besitzen, über die ich aber erst noch eigene Erfahrungen sammeln muss. Z.B. soll Lightroom als Tethered-Shooting-Plattform sehr benutzerfreundlich und praktisch sein. Für mich, der grundsätzlich überall da, wo es möglich ist, “tethered” – also direkt auf den Laptop, fotografiert, ein deutlicher Grund, mich zum Kauf zu animieren. Was für ein Schachtelsatz – nicht schön, aber verständlich was ich meine, oder?

Ein deutlicher Nachteil ist für mich aber, dass es nun gilt, mich in eine neue Software einzuarbeiten, wozu ich überhaupt keine Lust habe. Falls ihr also ein paar gute Lightroom-Tutorial-Adressen habt, lasst es mich wissen. Jeder Kommentarschreiber bekommt einen virtuellen Keks – versprochen!

Tags: