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Kameragurt CarrySpeed

Liebe Blogleser,
seit heute bin ich stolzer Besitzer des CarrySpeed-Kameragurtsystems. Erster Eindruck: super! Zweiter: dito! Aber der Reihe nach…

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Die meisten Fotografen nutzen in der Regel den vom jeweiligen Kamerahersteller mitgelieferten Tragegurt. Entweder sieht man damit aus wie ein Depp, wenn die Kamera vor der Plauze baumelt oder man droht bereits nach wenigen Metern qualvoll zu ersticken, weil der Gurt in allen anderen Positionen den Hals abschnürt. Mein Fazit deshalb: Originalgurte sind nur im absoluten Hobbybereich zu gebrauchen, wenn die Kamera höchstens etwa einmal im Monat mobil genutzt wird.

Klar habe ich aus diesen Gründen schon länger eine Alternative im Einsatz – und zwar den Sun-Sniper von California Sunbounce. Anfangs empfand ich dieses System als die nahezu perfekte Weiterentwicklung im Vergleich zum mehr als dünnen Originalgurt von Canon. Leider hielt dieser Eindruck nicht sehr lange vor. Sicher können das viele Nutzer des Sun-Sniper bestätigen. Das Schulterpolster ist eigentlich viel zu schmal und hilft leider nicht viel, da es zu 90% während der Einsatzzeit sonstwo hängt – nur nicht da wo es eigentlich hingehört – nämlich auf die Schulter. Der Gurt selbst hat sich bereits nach wenigen Wochen derart verzwirbelt, dass es jedes Mal eine echte Aufgabe ist, ihm wieder in die ursprüngliche Form zu verhelfen. Mittlerweile habe ich es aufgegeben und nutze den Sun-Sniper komplett verdreht und mit dem Schulterpolster irgendwo in der Hüftregion.

Deshalb war ich höchst interessiert, als mir mein Studiokollege Felix Groteloh ein neues System schmackhaft machte: das kanadische Fabrikat CarrySpeed. Zwei große Vorteile springen sofort ins Auge. Zum einen ist das Schulterpolster richtig schön breit, so dass es nicht so leicht von der Schulter rutscht und damit rückenschonender wirkt. Und zum anderen ist die Befestigung des Gurtsystems an der Kamera völlig anders angelegt als z.B. beim oben genannten Sun-Sniper. Ihr kennt sicher die Situation, wenn ihr mit einem am Kameragewinde befestigten Gurtsystem und einem Stativ unterwegs seid. Mitunter kann das zu einer Orgie des An- und Abschraubens werden, weil sowohl Gurt als auch Stativ im selben Gewinde montiert werden wollen. Hier schafft der CarrySpeed-Gurt Abhilfe, da er mit einer Platte geliefert wird, die zwar am Kameragewinde fixiert wird, aber selbst zusätzlich zahlreiche “Löcher” für die Aufnahme einer Stativschnellwechselplatte bietet. Das An- und Abschrauben entfällt damit komplett. Super Sache!

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Ob sich der Gurt insgesamt im Lauf der Zeit ebenfalls verdreht und verzwirbelt, wird sich noch zeigen. Der CarrySpeed FS-Pro hat aber so viele Vorteile gegenüber anderen mir bekannten Systemen, dass ich das evtl. sogar noch akzeptieren würde. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass sich die Investition von 72,18 Euro gelohnt hat.

Affiliate-Link zum Angebot von Amazon:
Carry Speed FS-Pro Kameragurt mit Kameraplatte F1 (Sling Strap für DSLR und Teleobjektive, Kugelkopf-Pin-Befestigung)

Mich würde interessieren, welches Gurtsystem ihr selbst nutzt. Original oder Fremdhersteller?

 

Comments(15)

  • 20. August 2013, 17:56  Antworten

    Hallo Wolfgang,
    Ich habe mich relativ schnell von “Nackenband” getrennt, da mir die Kamera + Objektiv + Batteriegriff einfach zu schwer wurde. Die Wahl des Schultergurtes fiel aufgrund des ersten Eindrucks auf den “RS-7” von “Black Rapid”.
    Der Gurt hat ein angenehm breites Schulterpolster und verdreht sich eigentlich kaum. Natürlich kann bei ständigem Auf und Ab das Polster verrutschen, aber das hält sich in Grenzen. Gut finde ich bei diesem Gurt, dass die Kamera ggf. mit zwei Verschlüssen an einer bestimmten Stelle arretiert werden kann, was bei Wanderungen oder Radfahren angenehm ist. Nachteilig fand ich aber, dass die Unterlegscheibe aus Gummi nicht einzeln nachgekauft werde kann, so “ziehrt” ein Dichtungsring aus dem Sanitärbereich jetzt die Halteschraube meines Gurtes!
    Ich finde aber auch, da ich oft mit Stativ arbeite, dass ein System fehlt, dass das ständige Aus- und Einschrauben verhindert. Ich werde mir daher den “Carry Speed” mal genauer ansehen!
    Beste Grüße
    Helmut

  • 20. August 2013, 19:32  Antworten

    Hallo,

    ich nutze den UltraFit Sling Strap von Joby. Das Teil kostet etwa 50 EUR; trägt sich (wie der Sun-Sniper) über der Schulter und hat den Vorteil, dass er einen Schnell- verschluss besitzt, mit dem die Kamera dann eng am Körper fixiert werden kann. Dadurch baumelt sie – auch bei körperlicher Aktivität – nicht unkontrolliert herum. Auch für den UltraFit Sling Strap gibts als Zubehör eine Platte, so dass der Gurt auch bei Nutzung eines Stativs an der Kamera verbleiben kann. Ich persönlich kann den Gurt absolut empfehlen.

  • 20. August 2013, 21:35  Antworten

    Ich nutze den RS-4 von BlackRapid (Review hier: http://www.picstah.de/kameragurt-blackrapid-sunsniper-test ). Das Schulterpolster sitzt eigentlich immer da, wo es hingehört. Verheddern ist ein bisschen ein Problem, aber mehr als ein oder zwei “Umdrehungen” sind es eigentlich nie. Wenn man ohne Schrauberei ein Stativ befestigen möchte, muss man aber wohl in der Tat Extra-Zubehör kaufen. Da scheint der Carry-Speed durchaus einen Vorteil zu bieten.

  • Alex
    21. August 2013, 11:10  Antworten

    Hallo Wolfgang,

    ich habe den von Dir genannten Gurt seit ca. einem viertel Jahr in Benutzung und muß sagen, dass es der beste ist den ich bis dato hatte. 🙂

    Immer bequem, verrutscht bei mir nie und das aller Genialste ist, dass die Halte-Platte des Gurtes selbst als Wechselplatte für mein fotoPro-Stativ zu nutzen ist!!! Hast Du Dir das Shape der Platte mal angeschaut? Der Burner!!!

    Liebe Grüße
    Alex

  • 21. August 2013, 22:50  Antworten

    Wie sieht es mit dem Hochformatgriff aus, ist der noch angenehm zu gebrauchen?

  • 24. August 2013, 23:04  Antworten

    Ich habe bisher nur den Sunsniper in Verwendung obwohl die Möglichkeit der Stativmomtage schon was für sich hat…

    Gibt es den Gurt auch mit verarbeiteten Stahlseil gegen Diebstahl??

  • Bruno
    5. September 2013, 10:53  Antworten

    Hab mal noch ein paar andere Videos geschaut zu dem Gurt, der zwar interessant aussieht und praktisch ist, aber bei solchen Aussagen, verzichte ich lieber darauf.

    “At once thought this was the best camera strap I had ever seen, however 4 months later I watched in horror as my camera came crashing to the ground, destroying an expensive Nikon 24-70 lens. The cause was that the metal inside the connector was too soft and had deformed to the point where the pin was able to pop out. My advice is be careful with this product and all straps for that matter. We put so much faith in our cheap straps carrying expensive photographic equipment. Buyer beware.

    Video hier: http://www.youtube.com/watch?v=VV_zIij5Ivs

  • 15. Juni 2014, 09:48  Antworten

    Ich habe den Sun Sniper und beim Radfahren stört es mich das die Kamera immer nach vorne rutscht. Beim Carryspeed soll das nicht so leicht sein. Da ich mir nun zusätzlich eine D4 gegönnt habe, benötige ich einen zweiten Gurt. Den Carryspeed werde ich mir deshalb bestellen.

    Jochen

  • Marcus
    10. Dezember 2014, 08:58  Antworten

    Hallo,
    Ich werde mir auch den Carry Speed zulegen, da dieser genau die Vorteile aufzeigt warum man einen “richtigen” Gurt kaufen sollte. Er verrutscht nicht und blockiert mir nicht die Stativ Aufnahme.
    Bin viel mit Rucksack und Stativ unterwegs und habe keine Lust immer den Gurt abzuschrauben. Und das mit dem Drahtseil halte ich für reines Marketing, weil Taschendiebe und Co laufen garantiert nicht mit großer Schere herum, man versucht den Gegenstand von der Schulter zu reißen.

  • Gunter Lade
    16. August 2015, 19:40  Antworten

    Hallo,
    Bis heute war ich mit dem Gurt ebenfalls hoch zufrieden. Aber gerade eben habe ich meine Kamera versandfertig gemacht, da mir sie. Vom geschlossenen Gurt abgefallen ist.
    Scheinbar hat sich das Gegenstück vom Kugelkopf ausgenuddelt, so dass dieser dort einfach rausgerutscht ist. Ich habe es eben gerade nochmal probiert, das Ding rutscht da einfach raus. Wer so einen Gurt hat, sollte das mal überprüfen. Ich bin gerade stinksauer.

    Gruss Gunter

  • Blendwerk
    16. August 2015, 20:30  Antworten

    Oha, das ist natürlich extrem ärgerlich. Wie lange hattest du das Teil im Einsatz?

  • Gunter Lade
    16. August 2015, 20:43  Antworten

    Ich hab gerade mal nachgesehen, gekauft hatte ich den Gurt am 5. August 2013. Ich war aber dieses Jahr viel mit dem 600er Tamron unterwegs. Dummerweise hatte ich den Sicherungsgurt nicht dran gehabt.

  • Olaf Wieder
    27. Oktober 2015, 14:48  Antworten

    Das mit der mangelhaften Materialqualität habe ich jetzt schon an einigen Stellen gelesen 🙁 Ich wollte mir diesen Gurt kaufen, bin aber jetzt dann doch etwas verunsichert, ob der Qualität. Ist denn von 2013 bis heute etwas verbessert worden, … weiß das jemand?

  • Gunter Lade
    27. Oktober 2015, 14:59  Antworten

    Da kann ich auch was dazu sagen. Nachdem ich mir meine Kamera geschrottet hatte, habe ich mich mal per Mail an CarrySpeed gewendet. Ich habe dann eine Antwort von einer Firma Sirui.de bekommen, welche sich um die Marke CarrySpeed in Deutschland kümmern.
    Hier wurde mir mitgeteilt, dass inzwischen die Halterung aus Edelstahl besteht und sich nun nicht mehr an der Kugel aufscheuern soll. Ich konnte dann den Teil von meinem Gurt mit der defekten Halterung einsenden und habe inzwischen einen Ersatz dafür bekommen. Diese Halterung sieht etwas anders aus und man sieht auch das es anderes Material ist. Früher hatte ich immer schwarze Finger bekommen, wenn man mal an die Kugel gekommen ist, das ist nun nicht mehr so. Scheinbar reibt sich das tatsächlich nicht mehr ab.
    Aber ich habe trotzdem jetzt immer noch den Sicherungsgurt mit dran. 😉

    Grüße Gunter

  • Helmut
    27. Oktober 2015, 15:17  Antworten

    Hallo!
    Die größte Schwachstelle waren die Bolzen, die die Halterungen trugen, in die der Kugelkopf eingeschraubt wurde. Ich habe diese, nachdem sie sich ein paar Mal gelöst hatten, mit Nagellack bzw. Flüssigkleber “fixiert”.

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